16:08 28 November 2020
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    Einheiten der aserbaidschanischen Armee sind in den Bezirk Ağdam eingerückt. Das geht aus einer entsprechenden Mitteilung des Verteidigungsministeriums des Landes hervor.

    „Gemäß der dreiseitigen Erklärung, die vom Präsidenten Aserbaidschans, vom Premierminister Armeniens und von Russlands Staatschef unterzeichnet wurden, sind am 20. November Einheiten der aserbaidschanischen Armee in den Bezirk Ağdam eingerückt“, heißt es.

    Ağdam gehört administrativ zu Aserbaidschan. Im Juli 1993 wurde ein Großteil seines Territoriums unter Kontrolle der nicht anerkannten Bergkarabach-Republik gebracht und schließlich Teil des Bezirks Askeran.

    Vereinbarung zu Bergkarbach

    Russlands Präsident Wladimir Putin, sein aserbaidschanischer Amtskollege Ilcham Alijew und der armenische Premierminister Nikol Paschinjan, hatten in der Nacht zum 10. November eine Waffenstillstandsvereinbarung für Bergkarabach erzielt.

    Die Vereinbarung sieht den vollständigen Waffenstillstand in Bergkarabach ab dem 10. November vor. Aserbaidschan und Armenien bleiben dabei in den von ihnen besetzten Stellungen. Das Dokument sieht außerdem den Austausch von Kriegsgefangenen vor.

    Armenien soll drei Gebiete an Baku zurückgeben. Darüber hinaus sollen entlang der Berührungslinie in Bergkarabach und des Korridors Latschin 1960 russische Friedensstifter, 90 Schützenpanzerwagen sowie 380 Militärfahrzeuge und Spezialtechnik stationiert werden.

    Die Situation in Bergkarabach hatte sich am 27. September zugespitzt. Armenien und Aserbaidschan gaben sich immer wieder gegenseitig die Schuld am Ausbruch der Kämpfe. Die Situation erschwerte sich dadurch, dass Baku aktiv von der Türkei (Nato-Mitglied) unterstützt wurde. Armenien ist seinerseits Mitglied der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS).

    ak/sna/sb

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    Tags:
    Bergkarabach-Konflikt, Abkommen, Armenien, Aserbaidschan, Russland