15:21 25 November 2020
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    Die Bundeswehr ist laut Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in der Lage, sich sehr schnell auf den US-Truppenabzugsplan aus Afghanistan vorzubereiten.

    „Wir haben gewusst, dass eine solche Truppenreduzierung möglich ist, und wir haben uns darauf vorbereitet“, sagte die CDU-Chefin am Donnerstag im Bundestag.

    Die Bundeswehr habe unterschiedliche Szenarien entwickelt und bereits Fachleute vor Ort. Die Folgeneinschätzung der Truppenreduzierung könnte schnell erfolgen und es würden Konsequenzen gezogen. Jetzt sei es wichtig festzustellen, welche Kräfte von den Amerikanern abgezogen würden.

    „Von dieser konkreten Ausplanung wird abhängen, ob wir kurzfristig für den 15. Januar oder danach unsere Mission auch entsprechend anpassen müssen. Dabei hat natürlich die Sicherheit unserer Soldatinnen und Soldaten und unserer Verbündeten absoluten Vorrang“, so die Verteidigungsministerin.

    Zudem kritisierte Kramp-Karrenbauer Trumps Abzugsplan scharf. „Diese kurzfristige Entscheidung des scheidenden US-Präsidenten Trump ist keine gute Entscheidung für die Nato. (...) Und vor allem ist es auch keine gute Entscheidung für die Menschen in Afghanistan und im Irak selbst“, betonte Kramp-Karrenbauer.

    Die Zahl der Bundeswehrsoldaten beträgt derzeit 1250 Personen, die an der Nato-Mission zur Ausbildung afghanischer Streitkräfte beteiligt sind.

    US-Truppenabzugspläne

    US-Präsident Donald Trump hat den Abzug weiterer US-Truppen aus Afghanistan und dem Irak angeordnet. Die Zahl der Soldatinnen und Soldaten soll laut dem geschäftsführenden Verteidigungsminister Christopher Miller bis zum 15. Januar auf jeweils rund 2500 reduziert werden.

    Dem US-Sender CNN zufolge sind es derzeit noch 4500 US-Soldaten in Afghanistan und 3000 im Irak.

    aa/sb/dpa

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    Tags:
    Vorbereitung, Bundeswehr, Afghanistan, Deutschland, Truppenabzug, US-Truppen