08:35 04 Dezember 2020
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    Amtsträger im Militär- und Sicherheitsapparat der USA versuchen Medienberichten zufolge, die Infrastruktur der Verteidigung und der Aufklärungsdienste des Landes vor jüngsten Beschlüssen von Präsident Donald Trump zu schützen.

    „Trump, der seine Niederlage bei der Präsidentenwahl nicht anerkennt, entlässt jetzt ranghohe Repräsentanten in den Militär- und Sicherheitsstrukturen“, schreibt die „Financial Times“ unter Berufung auf nicht genannte eigene Quellen. Zudem betreibe er eine Außenpolitik, die aus Sicht vieler die nationale Sicherheit des Landes gefährden könnte, hieß es.

    "60-tägige Defensive gegen Trump"

    „Insidern und offiziellen Amtsträgern im Bereich der nationalen Sicherheit zufolge haben Entlassungen und die von Trump nach der Wahl vorgenommenen Änderungen in der Politik das Personal dazu veranlasst, in eine 60-tägige Defensive zu gehen, um die lebenswichtige Verteidigungs- und Aufklärungsinfrastruktur vor der Lawine der jüngsten Trump-Erlasse zu schonen“, heißt es im Beitrag.

    „Leute werden haufenweise rausgeschmissen. Und wenn Sie noch da sind, werden Sie in die Ecke gedrängt“, zitiert das Blatt Paul Gebhard, der Anfang der 2000er Berater von Pentagon-Chef Donald Rumsfeld war.

    Militär will Trumps Befehl zum Abzug sabotieren

    Dem Blatt zufolge könnte das Militär Trumps Versuche zum Scheitern bringen, die US-Truppen aus anderen Ländern abzuziehen.

    „Die Militärs können sehr gut auf die Bremse drücken, wenn es ihnen darum geht, Zeit zu gewinnen“, sagte ein ehemaliger Pentagon-Amtsträger.

    Dabei könnten die Befehlshaber auf „logistische Probleme beim Transport von Technik und bei der Rückgabe von Basen“ hinweisen oder Truppen nicht zurück in die USA, sondern in benachbarte Länder abziehen. „Der Truppenabzug dürfte rückgängig gemacht werden, nachdem Joe Biden an die Macht gekommen ist“, schreibt die „Financial Times“.

    am/mt

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    Pläne, Boykott, Amtsträger, Beschluss, Donald Trump, USA