10:03 27 November 2020
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    Die US-Regierung versteht die deutsch-russische Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 bereits auf den letzten Metern vor dem Aus und verstärkt den Sanktionsdruck auf europäische Firmen, die daran beteiligt sind.

    „Diese Pipeline findet nicht statt“, sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur dpa in Washington. „So sieht eine sterbende Pipeline aus.“

    Die US-Regierung habe eine Reihe von Firmen und Personen indiziert, die nach dem Sanktionsgesetz gegen Nord Stream 2 von den ersten Strafmaßnahmen bedroht sein würden.

    Demnach würden diejenigen, denen die Strafen drohen, derzeit kontaktiert und darüber in Kenntnis gesetzt.

    „Die USA wollen keine Sanktionen gegen europäische Unternehmen verhängen müssen. Wir machen diese Anrufe, um sie zu warnen und ihnen Zeit zum Aussteigen zu geben“, sagte der Regierungssprecher.

    Nach seinen Worten werde die Abwicklung von Aktivitäten im Zusammenhang mit Nord Stream 2 nicht mit Sanktionen belegt.

    „Anstatt mehr Geld in die Nord-Stream-2-Pipeline und damit zusammenhängende Aktivitäten zu stecken, wären Unternehmen besser beraten, Klauseln über höhere Gewalt anzwenden, um ihre Beteiligung an Nord Stream 2 rückgängig zu machen“, so der Regierungssprecher.

    Er gab aber nicht an, welche Unternehmen konkret kontaktiert würden. Er bezeichnete Nord Stream 2 als „ein geopolitisches Projekt, das Russland dazu nutzen wird, europäische Länder zu erpressen“.

    ek/mt/dpa

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    Tags:
    Ostsee-Pipeline, Strafen, Unternehmen, Sanktionsdruck, US-Sanktionen, US-Regierung, Nord Stream 2