10:33 04 Dezember 2020
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    Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew hat am Samstag bei einem Treffen mit der russischen Delegation unter der Leitung des Verteidigungsministers Sergej Schoigu in Baku angegeben, über Beweise zu verfügen, dass Armenien im Konflikt um Bergkarabach Söldner unter anderem aus Frankreich und den USA eingesetzt haben soll.   

    „Armenien setzte aktiv ausländische Söldner ein. Wir haben zahlreiche Foto- und Videodokumente, Pässe von ausländischen Staatsbürgern, auch von Staatsbürgern aus Frankreich, den USA, dem Libanon, Kanada und anderen Ländern, aus Georgien. Einige dieser Bürger sind armenischer Herkunft, andere nicht. Dies ändert jedoch nichts an dem Schwerpunkt des Themas, da die Teilnahme ausländischer Söldner auf der Seite Armeniens natürlich inakzeptabel ist“, sagte Alijew.

    Auch merkte er an, dass Baku die Stationierung des russischen Friedenskontingents in der Region begrüßen würde, das im Kontakt mit den aserbaidschanischen Strukturen und der armenischen Seite stehen würde.

    „Ich glaube, dass dies ein wichtiger Faktor für die Stabilisierung der Situation ist, und seit der Unterzeichnung der Erklärung (über die Einstellung des Feuers – Anm. d. Red.) gab es keine ernsthaften Verstöße gegen den Waffenstillstand. Und ich bin sicher, dass es sie auch nicht geben wird“, so der aserbaidschanische Präsident weiter.

    Vereinbarung zu Bergkarabach

    In der Nacht auf den 10. November hatten Russland, Aserbaidschan und Armenien ein Abkommen über die Einstellung des Feuers in Bergkarabach unterzeichnet. Demnach bleiben Aserbaidschan und Armenien in den von ihnen besetzten Stellungen. Es soll der Austausch von Kriegsgefangenen, Geiseln, aber auch von weiteren festgesetzten Personen und der Leichen der Gefallenen erfolgen. Entlang der Berührungslinie in Bergkarabach und des Korridors Laçın wird ein russisches Friedenskontingent aus 1960 Militärs mit Kleinwaffen, 90 Transportpanzern und 380 Fahrzeugen und Sondertechnik stationiert. Sein Kern werden die Einheiten der 15. separaten motorisierten Schützenbrigade des Zentralen Militärbezirks sein.

    Bergkarabach-Konflikt

    Der seit dem Zerfall der Sowjetunion schwelende Konflikt um Bergkarabach war am 27. September eskaliert. Zwischen Armenien und Aserbaidschan kam es zu schweren militärischen Auseinandersetzungen, es gibt Opfer unter Zivilisten. Die beiden Ex-Sowjetrepubliken machten sich gegenseitig für die Eskalation verantwortlich und ordneten die Mobilmachung an. Die Situation erschwerte sich dadurch, dass Baku aktiv von der Türkei (Nato-Mitglied) unterstützt wurde. Armenien ist seinerseits Mitglied der von Russland angeführten Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS).

    pd/mt/sna

     

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    Waffenstillstand, Sergej Schojgu, Abkommen, Armenien, Ilham Alijew, Bergkarabach-Konflikt