21:10 23 November 2020
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    Die Regierung Armeniens will Landsleute in den Gegenden, die nach Gefechten in Bergkarabach an Aserbaidschan gefallen sind, finanziell unterstützen. Jede Einwohnerin und jeder Einwohner soll umgerechnet rund 500 Euro erhalten.

    Gemäß dem Waffenstillstandsabkommen, mit dem die wochenlangen Kämpfe um Bergkarabach beendet wurden, hat Jerewan mehrere Gebiete an Baku zu übergeben.

    „Bürger, die in den von der Republik Aserbaidschan kontrollierten Gemeinden registriert sind, erhalten eine einmalige Unterstützung von jeweils 300.000 Drams (rund 500 Euro - Anm. d. Red.)“, kündigte die armenische Regierung am Samstag auf ihrem Telegram-Kanal an.

    Anspruch auf die Hilfe haben demnach nur Armenier, die vor Beginn der Kämpfe um Bergkarabach am 27. September mindestens drei Monate in den fraglichen Gegenden gelebt hatten.

    Finanziert werde das Hilfsprogramm vom Fonds Hayastan.

    Nach fast siebenwöchigen Kämpfen um Bergkarabach hatten die Nachbarstaaten Armenien und Aserbaidschan am 10. November unter Vermittlung Russlands einen Waffenstillstand vereinbart. Die Vereinbarung sieht die Stationierung russischer Friedenstruppen und einen Gefangenen- und Gefallenenaustausch vor. Außerdem sollen beide Seiten ihre aktuellen Stellungen einfrieren.

    Kontrolliert werden soll das Waffenstillstandsabkommen von knapp 2000 russischen Friedenssoldaten, die an der Kontaktlinie stationiert worden sind. Während Aserbaidschans Präsident Ilcham Alijew die Vereinbarung eine Kapitulation Armeniens nannte, sprach der armenische Regierungschef, Nikol Paschinjan, von einer schwierigen Entscheidung, die Vereinbarung unterzeichnen zu müssen. In Armenien gab es Proteste gegen Paschinjan und die Vereinbarung mit Aserbaidschan.

    leo/ae

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    Tags:
    Hilfe, Kaukasus, Bergkarabach-Konflikt, Aserbaidschan, Armenien