20:21 03 Dezember 2020
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    Das Mandat der türkischen Soldaten, die zusammen mit ihren russischen Kollegen den Waffenstillstand in Bergkarabach überwachen sollen, ist auf ein Jahr begrenzt. Das teilte das Verteidigungsministerium der Türkei mit. Der Mitteilung zufolge sollen die Soldaten in einem gemeinsamen Überwachungszentrum mit russischen Soldaten eingesetzt werden.

    Am Samstag hatte der türkische Verteidigungsminister, Hulusi Akar, bekannt gegeben, dass die Entsendung von Soldaten nach Aserbaidschan in kürzester Zeit bevorstünde und dass das Heer die entsprechenden Vorbereitungen bereits abgeschlossen habe.

    „Unsere Soldaten werden in einem gemeinsamen Zentrum mit der Russischen Föderation ein Jahr lang arbeiten“, teilte nun das türkische Verteidigungsministerium mit.

    Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte bereits am 11. November wissen lassen, dass Ankara mit Moskau eine Absichtserklärung über die Schaffung eines Zentrums unterschrieben haben, welches den Waffenstillstand in Bergkarabach überwachen soll. Laut Erdogan werden beide Staaten an einer „gemeinsamen Friedensmission“ teilnehmen.

    Zuvor hatte Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, erklärt, dass Moskau und Ankara in punkto Bergkarabach in einem Überwachungszentrum in Aserbaidschan zusammenarbeiten würden, und, dass „von keinerlei gemeinsamen Friedenskräften die Rede gewesen“ sei.

    Unter Vermittlung Russlands hatten Armenien und Aserbaidschan am 10. November, nach fast siebenwöchigen Kämpfen um Bergkarabach, einen Waffenstillstand vereinbart. Die Vereinbarung sieht die Stationierung russischer Friedenstruppen und einen Gefangenen- und Gefallenenaustausch vor. Außerdem sollen beide Seiten ihre aktuellen Stellungen einfrieren.

    leo/ae

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    Tags:
    Armenien, Russland, Mandat, Einsatz, Truppen, Aserbaidschan, Bergkarabach-Konflikt, Türkei