17:35 26 November 2020
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    Die Nato und die EU haben laut dem Pressesprecher des türkischen Präsidenten, Ibrahim Kalin, nichts unternommen, um den Militärkonflikt in Bergkarabach zu lösen, während Russland und die Türkei einen Waffenstillstand in der Region ausgehandelt haben.

    „Die Nato und die EU haben keine konkreten und realistischen Vorschläge zur Lösung des 30 Jahre alten Konflikts in Bergkarabach unterbreitet, während Russland und die Türkei zu einer Einigung in dieser Frage gelangen konnten“, sagte Kalin in einem Interview mit dem türkischen Sender NTV.

    Er gab die Fortsetzung der Verhandlungen mit Moskau über die Schaffung und den Betrieb eines Zentrums, welches den Waffenstillstand in Bergkarabach überwachen soll, bekannt.

    „Die erste Phase des Dialogs, an dem Vertreter des Verteidigungsministeriums, des Außenministeriums und der Geheimdienste teilnehmen, ist abgeschlossen. Moskau wurde über Ankaras Position informiert. Während des Dialogs werden in den kommenden Tagen der Standort und die Funktionsprinzipien des Zentrums sowie die Verantwortlichkeiten der Seiten bestimmt. Unser Militär wird auf jeden Fall im Überwachungszentrum zu Karabach tätig sein“, fügte Kalyn hinzu.

    Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte bereits am 11. November wissen lassen, dass Ankara und Moskau eine Absichtserklärung über die Schaffung eines Zentrums unterzeichnet haben, welches den Waffenstillstand in Bergkarabach überwachen soll. Laut Erdogan werden beide Staaten an einer „gemeinsamen Friedensmission“ teilnehmen.

    Zuvor hatte Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, erklärt, dass Moskau und Ankara in punkto Bergkarabach in einem Überwachungszentrum in Aserbaidschan zusammenarbeiten würden, und, dass „von keinerlei gemeinsamen Friedenskräften die Rede gewesen“ sei.

    Unter Vermittlung Russlands hatten Armenien und Aserbaidschan am 10. November, nach fast siebenwöchigen Kämpfen um Bergkarabach, einen Waffenstillstand vereinbart. Die Vereinbarung sieht die Stationierung russischer Friedenstruppen und einen Gefangenen- und Gefallenenaustausch vor. Außerdem sollen beide Seiten ihre aktuellen Stellungen einfrieren.

    sm/gs

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    Tags:
    Türkei, NATO, EU, Bergkarabach-Konflikt