15:23 12 Dezember 2017
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    Zwischen Hoffnung und Abrissbirne: Die bewegte Geschichte des Kulturhauses Mestlin

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    Matthias Witte
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    Einst war es der Mittelpunkt für ein ganzes Dorf. Ende der 90er-Jahre dann nur noch eine Ruine: Das Kulturhaus in Mestlin im Landkreis Ludwigslust-Parchim hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Dank engagierter Dorfbewohner wendet sich das Blatt wieder.

    Der Verein „Denkmal Kultur Mestlin e.V.“ kümmert sich um das alte Kulturhaus. Die Mitglieder veranstalten Konzerte, renovieren, bestellen Gutachten und Handwerker, füllen Papiere aus und sammeln vor allem Geld. Über eine Million Euro ist zusammen gekommen. Dafür gab es im November den Deutschen Preis für Denkmalpflege. 

    Hier fand zu DDR-Zeiten alles statt, was man sich an sozialen Veranstaltungen vorstellen kann: Einschulungsfeiern, Jugendweihen, Fasching, Erntefeste, Weihnachtsfeiern, Silvesterpartys, Konzerte, Ausstellungen und Partei-Treffen“, sagt Claudia Stauß, erste Vorsitzende des Kulturhaus-Vereins Mestlin. Jahrzehntelang sei das so gegangen. Dann kam die Wiedervereinigung. „Das war natürlich ein krasser Bruch“, urteilt Stauß. „Von jetzt auf gleich fiel die Finanzierung des Kulturhauses zusammen. Zehn bis 15 Menschen verloren von jetzt auf gleich ihre Arbeit – vom Heizer bis zum Kulturhausleiter“, sagt die Vorsitzende des Denkmalvereins. Im Interview erfahren Sie, wie es langsam wieder bergauf geht.

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    Tags:
    Kulturerbe, Denkmalschutz, DDR, Deutschland
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