03:33 21 September 2017
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    "Eine absichtliche Demütigung" - Warum die Kanzlerin vor Erdogan einknickt

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    Marcel Joppa
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    Ein Besuch bei Freunden war das Treffen zwischen Kanzlerin Merkel und dem türkischen Präsidenten Erdogan sicher nicht. Während deutsche Medien titelten, Merkel hätte auf Meinungsfreiheit gepocht, steht es in der türkischen Presse anders geschrieben. Die LINKE-Politikerin Sevim Dagdelen meint: "Die Kanzlerin lässt sich absichtlich demütigen".

    Am 2. April soll das türkische Volk nach dem Willen der Regierung über die politische Zukunft des Landes abstimmen. Entscheidet sich die Mehrheit in dem Referendum für eine Verfassungsänderung, bekommt Staatspräsident Erdogan erheblich mehr Macht. Ausgerechnet in dieser turbulenten Zeit reiste Kanzlerin Merkel nach Ankara. Die Bundesregierung betont, es habe auch Gespräche über die eingeschränkte Presse- und Meinungsfreiheit im Land gegeben. Die Linke im Bundestag glaubt die s jedoch nicht und spricht von einem Theaterstück Merkels für die deutschen Medien. Und blickt man einen Tag später in die türkische Presse, so wird der Besuch bei Erdogan doch sehr unterschiedlich bewertet. Die Linke-Politikerin Sevim Dagdelen macht der Kanzlerin große Vorwürfe.

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    Verfassungsreferendum, Referendum, Sevim Dağdelen, Angela Merkel, Recep Tayyip Erdogan, Deutschland, Türkei, Ankara