17:44 27 Juni 2017
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    Botschafter a.D. Frank Elbe: Putins Rede in München war ein Weckruf

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    Armin Siebert
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    Die spektakuläre Rede, die Wladimir Putin vor zehn Jahren auf der Münchner Sicherheitskonferenz gehalten hat, ist zwar im Westen weitestgehend auf Ablehnung gestoßen, in Russland gilt sie allerdings weiterhin als wegweisend. Der ehemalige Topdiplomat und Botschafter Frank Elbe bewertet Putins Rede als verpassten Weckruf.

    Putin sagte in seiner Rede im Wesentlichen drei Dinge:

    Einmal kritisierte er das Modell einer monopolaren Welt. Für die heutige Welt sei ein monopolares Herrschaftsmodell nicht nur ungeeignet, sondern überhaupt unmöglich. Ein solches Modell erweise sich als nicht praktikabel, weil es selbst keine Basis habe und nicht die sittlich-moralische Basis der modernen Zivilisation sein könne. 

    Als Zweites zeigte sich Putin über Pläne zum Aufbau eines Raketenabwehrsystems in Europa beunruhigt und bezeichnete drittens den Prozess der NATO-Erweiterung als einen provozierenden Faktor, der das Niveau des gegenseitigen Vertrauens senke.

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    Nato-Erweiterung, Raketenabwehr, NATO, Frank Elbe, Wladimir Putin, Deutschland, Russland
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