03:43 21 September 2017
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    Russland-Experte Rahr: Merkel und Putin haben in Sotschi aneinander vorbei geredet

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    Armin Siebert
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    Die Erwartungen an den Besuch von Kanzlerin Merkel bei Präsident Putin waren nicht hoch. Man einigte sich auf ein konstruktives gemeinsames Treffen beim G20-Gipfel in Hamburg und auf eine weitere Zusammenarbeit im Normandie-Format zum Ukrainekonflikt. Alexander Rahr vom Deutsch-Russischen Forum sieht zumindest eine Erfüllung der Minimalvorhaben.

    „Wichtig ist, dass der Gesprächsfaden nicht abreißt. Ich glaube, dass sowohl Merkel, als auch Putin ihre Minimalvorhaben erfüllt haben. Merkel hatte zwei Ziele. Erstens der Öffentlichkeit in Deutschland zu demonstrieren, dass sie mit Putin hart reden kann. Das hat sie auf der Pressekonferenz bewiesen, als sie all diese kritischen Momente beleuchtet hat, die ja auch in den deutschen Medien heute das Russlandbild prägen, von der Verfolgung Homosexueller in Tschetschenien bis zur Verhaftung von Demonstranten bei Protesten in Russland. Das brachte ihr Applaus zuhause. Merkels zweites Ziel war die Sicherstellung, dass der G20-Gipfel funktionieren wird. Dafür hat sie sich bei Trump und nun auch bei Putin abgesichert.“

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    Tags:
    Ukraine-Krise, Deutsch-Russischen Forums in Sotschi, Angela Merkel, Wladimir Putin, Deutschland, Russland