01:29 17 Dezember 2017
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    Der Osten im Fokus

    Deutsche Banken und Behörden behindern Hilfstransporte nach Donbass

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    Armin Siebert
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    Der Verein „Friedensbrücke“ organisiert Hilfstransporte in die selbsternannten Volksrepubliken in der Ostukraine. Jetzt weigerte sich die Berliner Volksbank, die Transportkosten an eine belarussische Spedition zu überweisen. Auch andere Hilfsorganisationen bekamen Probleme mit Zollbehörden. Was steckt dahinter: Inkompetenz oder „Ansage von oben“?

    Humanitäre Hilfe für die Menschen in den selbstverwalteten Gebieten in der Ostukraine ist ein heikles Thema und rechtlich anscheinend nicht endgültig geklärt. Zumindest bekamen deutsche Hilfsorganisationen jetzt Probleme mit Banken und Behörden, die sich auf die Sanktionsgesetze berufen, obwohl humanitäre Hilfe nicht darunter fällt.

    Der Verein „Friedensbrücke-Kriegsopferhilfe“ e.V. aus Wandlitz in Brandenburg hat sich im Mai 2015 gegründet und stellt seitdem regelmäßig Hilfstransporte für bedürftige Menschen im Donbass zusammen.

    „Für uns als Verein spielt es erst einmal keine Rolle, ob der hungernde oder arme Mensch oder Kriegsflüchtling in Kiew lebt oder woanders. Aber die humanitäre Katastrophe spielt sich nun mal in den Volksrepubliken im Donbass ab. Die Bomben fallen nun mal dort und nicht in Kiew“, erklärt die Vereinsvorsitzende und ehemalige Spitzensportlerin Liane Kilinc im Sputnik-Interview.

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    Krieg im Donbass, Humanitäre Hilfsgüter, Donbass, Deutschland, Russland, Ukraine