04:47 17 Oktober 2018
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    Lenin-Denkmal wird in Leipzig wieder aufgestellt

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    Armin Siebert
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    In Leipzig soll eine Lenin-Statue im Museum ausgestellt werden. Zu verdanken ist dies ausgerechnet einem Lokalpolitiker der CDU und dem unentgeltlichen Einsatz des Schöpfers der Skulptur. Während in Ostdeutschland und in Osteuropa viele Lenin-Denkmäler abgerissen wurden oder in Depots verschwanden, setzt Leipzig nun ein Zeichen gegen den Trend.

    Die Geschichte einer der originellsten Lenin-Statuen der DDR zieht sich über fast ein halbes Jahrhundert hin. Nachdem die zwei Meter hohe, 1,15 Meter breite und über zwei Tonnen schwere Sandstein-Skulptur 22 Jahre lang in dem kleinen sächsischen Städtchen Bischofswerda stand, fristete sie ab 1992 ein trostloses Dasein unter Abdeckplanen auf dem städtischen Bauhof.

    Geschaffen wurde die Skulptur von dem Bildhauer Manfred Wagner aus dem Thüringer Örtchen Schmölln. Wagner erinnert sich im Sputnik-Interview:

    „Dort war eine Grünfläche, ein leichter Hügel und der Platz, wo alle öffentlichen Veranstaltungen über die Bühne gingen. Da bot es sich an, dass man eine Gestaltung macht, die das ganze Ensemble aufwertet. Wir wollten keinen Abklatsch von irgendeiner Statue, die vorhanden ist, wo Lenin als Redner dargestellt wird oder als was auch immer. Es sollte etwas entstehen, was dort reinpasst in das Gelände, damit er auch zur Wirkung kommt.“

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    Tags:
    Lenin-Denkmal, Wladimir Lenin, Osteuropa, DDR, Leipzig, Deutschland