07:59 22 August 2018
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    Russisches Wunderkind wird doch nicht aus Berlin abgeschoben

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    Armin Siebert
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    Die russische Konzertpianistin Annastassiya Dranchuk darf nun doch in Berlin bleiben. Ihr hat gedroht, dass sie nach siebzehn Jahren in Deutschland abgeschoben wird. Eine Härtefallkommission hat sich für ihren Aufenthalt ausgesprochen. Nun hat auch Berlins Innensenator grünes Licht gegeben. Die Pianistin zeigt sich im Sputnik-Interview erleichtert.

    Annastassiya Dranchuk fällt ein Stein vom Herzen. Endlich kann sie sich wieder ihrer Arbeit als Konzertpianistin widmen und muss nicht mehr um ihren Aufenthalt in Deutschland bangen. Das war vor ein paar Wochen noch anders. Da drohte der in Kasachstan geborenen 29-jährigen Russin noch die Abschiebung. Im Dezember 2017 bekam sie kurz vor Weihnachten ein Schreiben von der Ausländerbehörde, das sie aufforderte, Deutschland bis zum 31. Januar 2018 zu verlassen. Daraufhin wandte sich die Pianistin an die Medien. Damit löste sie eine Welle der Solidarität aus. Die Künstlerin zeigt sich im Sputnik-Interview gerührt:

    „Das Interesse war sehr groß. Die Geschichte interessiert die Menschen und alle machen sich Sorgen. Das freut mich sehr und ich fühl mich sehr geehrt, dass es so ein Feedback gab in der Gesellschaft.“

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    Tags:
    Abschiebung, Kasachstan, Deutschland, Russland