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    Ex-Botschafter Frank Elbe: Was wir da erlebt haben, hat wenig mit Diplomatie zu tun

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    Armin Siebert
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    Der ehemalige deutsche Botschafter in Polen und Indien Frank Elbe hat mit einem Artikel, in dem er sich für eine diplomatische Annäherung an Russland ausspricht, für Aufsehen gesorgt. Der ehemalige Büroleiter von Hans-Dietrich Genscher warnt im Sputnik-Interview die westlichen Regierungen davor, nicht auf ihre Bevölkerungen zu hören.

    Herr Elbe, die USA haben als Begründung für die letzten Sanktionen, die sie gegen Russland verhängt haben, keine konkreten Vergehen angegeben, sondern sie mit Russlands „bösartigen Tätigkeiten“ begründet. Moskau soll für die „Gesamtheit seiner Aktivitäten“ bestraft werden. Alles, was aus Russland kommt, ist also böse?

    „Ja, es erweckt den Eindruck, dass das so ist. Was die Sanktionen in Amerika angeht, darf man aber vielleicht auch überlegen, ob das eine inneramerikanische Auseinandersetzung ist. Präsident Trump ist im Wahlkampf angetreten mit dem Wunsch, die Beziehungen zu Russland zu verbessern. Er hat das auch in seiner ersten Rede vor dem Kongress wiederholt. Und da hat man ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht mit der Verhängung der Sanktionen vor einem Jahr. Es sieht so aus, dass wir gegenwärtig eine Situation haben, in der das Repräsentantenhaus und der Senat, aber auch Teile der Administration eine Politik der Öffnung gegenüber Russland auf jeden Fall verhindern wollen.“

    Hören und lesen Sie das gesamte Interview mit Botschafter a.D. Frank Elbe hier.

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    Tags:
    Öffnung, US-Sanktionen, US-Kongress, US-Senat, Wladimir Putin, Donald Trump, Frank Elbe, USA, Russland
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