23:08 23 November 2017
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    Rassismus oder Tradition: Wie schwarz darf der „Südend-Neger“ sein?

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    Matthias Witte
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    Eine Karnevalsfigur sorgt im hessischen Fulda für Zündstoff. Der „Südend-Neger“ gehört seit 80 Jahren zum Fassnachtumzug dazu. In diesem Jahr regte sich Widerstand. Mitarbeiter der Hochschule Fulda werfen dem Karnevalsverein Rassismus vor. Der Präsident wehrt sich.

    „Die Diskussion ist an den Haaren herbeigezogen“, sagt Andreas Beck. Er ist Präsident des Karnevalvereins „Südend Fulda e.V. „Wieso kommen diese Personen nach 80 Jahren an und sagen: Das geht so nicht?“ Der Südend-Neger ist eine Figur. Ein Mann färbt sich das Gesicht dunkel, dazu trägt er eine Perücke mit einem großen Knochen auf dem Kopf. Für Kritiker ist dieses Kostüm ein No-Go. Sie werfen dem Karnevalisten Rassismus vor.

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    Tags:
    Karneval, Deutschland