09:41 24 Oktober 2017
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    Chaostage in Hamburg: Ein Polizist zieht G20 Bilanz

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    Matthias Witte
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    Nach den Randalen während des G20-Gipfels in Hamburg laufen 35 Ermittlungsverfahren gegen Polizisten. Das ist nur ein Aspekt des Interviews mit Gerhard Kirsch, dem Hamburger Landesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei. Es geht auch um ein Worst-Case-Szenario.

    „Es hat Gründe, warum in Hamburg nur 20.000 Polizisten im Einsatz waren“, erklärt Gerhard Kirsch, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Seit dem Jahr 2000 wurden bundesweit 16.000 Polizeistellen abgebaut. Dann stellt Kirsch, der ein ausgeglichener Mann ist und im sachlichen Ton redet, die schaurige Frage: „Lassen Sie mich das noch sagen: Was wäre eigentlich geschehen, wenn wir parallel zum G20-Gipfel – und das mag sich keiner wünschen – einen Terroranschlag in Deutschland gehabt hätten?“ Kirsch gibt die Antwort selbst: „Dann wären wir blank gewesen – also Polizei in den Ländern und im Bund.“ Kirsch hofft, dass Hamburg ein Weckruf für die Politik war.

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    Linksextremismus, Krawalle, Polizei, G20-Gipfel, Hamburg, Deutschland
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