23:03 23 November 2017
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    Finanzexperte Wolff: Der Opportunist Macron steht für das ganz große Geld

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    Armin Siebert
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    Der ehemalige Wirtschaftsminister Emmanuel Macron ist nach Ansicht des Finanzexperten Ernst Wolff in erster Linie ein klassischer Vertreter der Banken und des Neoliberalismus. Ob aber mit seinem Programm die Euro-Krise zu bekämpfen wäre, ist zu bezweifeln.

    „Ich denke, die Banken haben allen Grund zur Freude, weil Herr Macron ja mit einem durch und durch neoliberalen Programm angetreten ist. Er will in fünf Jahren 60 Milliarden Euro einsparen, er will für zehn Milliarden privatisieren, er will die Unternehmenssteuer von 33 auf 25 Prozent senken, 120.000 Stellen im Öffentlichen Dienst streichen und die Vermögenssteuer auf Aktienbesitz abschaffen. Das alles führt zu viel Jubel bei der Finanzindustrie und übrigens auch bei der Rüstungsindustrie, weil er die Wehrpflicht wieder einführen und den Rüstungsetat erhöhen will.“

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    Tags:
    Neoliberalismus, Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich, Ernst Wolff, Emmanuel Macron, Frankreich