12:20 26 September 2018
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    Der Iran sollte sein Öl in Euro handeln

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    Armin Siebert
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    Die EU übt den Schulterschluss gegen den Ausstieg der USA aus dem Iran-Abkommen. Wären auch deutsche Unternehmen von den Sanktionen betroffen? Michael Tockuss vom Verein Deutsch-Iranische Handelskammer verweist darauf, dass US-Recht nicht in der EU gilt und deutsche Unternehmen sich nicht vorschreiben lassen, mit wem sie Handel treiben.

    Herr Tockuss, wie hoch schätzen Sie die Chancen ein, dass die EU und Russland am Atomabkommen mit dem Iran festhalten werden – gegen den Willen der USA?

    „Wir schätzen die Chancen sehr gut ein. Die Aussagen der Bundesregierung, aber auch der europäischen Staatschefs und Russlands und Chinas sind unisono, dass alle am Iran-Abkommen festhalten wollen.“

    Die US-Sanktionen würden allerdings auch Firmen aus anderen Ländern betreffen, die mit dem Iran Handel treiben. Wie kann man sich dagegen schützen?

    „Es ist, glaube ich, wichtig festzustellen, dass wir hier über rein amerikanisches Recht sprechen. Man sollte also in Europa nicht so tun, als ob amerikanisches Recht automatisch auf europäische Firmen anwendbar wäre. Man stelle sich das mal umgekehrt vor, der Deutsche Bundestag würde ein Gesetz beschließen und das soll dann in Kalifornien oder Wisconsin gelten. Da würde jeder drüber lachen. Deshalb sollte man es den Amerikanern nicht so einfach durchgehen lassen, Firmen in Drittstaaten mit Gesetzen zwingen zu wollen, sich daran zu halten.“

    Hören und lesen Sie das gesamte Interview mit Michael Tockuss hier.

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    Tags:
    Sanktionen, Sanktionspolitik, US-Sanktionen, Irandeal, Iranisches Atomabkommen, Sanktionen, Deutsch-Iranische Handelskammer, Wladimir Putin, Theresa May, Angela Merkel, Emmanuel Macron, Donald Trump, Hassan Rohani, Michael Tockuss, Europa, Vereinigte Staaten, USA, Iran