10:37 22 Juli 2017
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    Maas will Algorithmen von Google und Facebook sehen – FDP: Nicht nachzuvollziehen

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    Bolle Selke
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    Auf einer Konferenz forderte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) ein neues Antidiskriminierungsgesetz für Algorithmen. Es soll einer neuen „Digitalagentur“ erlauben, sich in die Algorithmen von Google, Facebook et al. einzumischen. Der Internetbeauftragte der FDP Magdeburg, Sandro Dadaczynski, lehnt die Pläne nach mehr Kontrolle im Interview ab.

    „Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) gehört meiner Meinung nach abgeschafft. Es gefährdet die Meinungsfreiheit vom Prinzip her, fördert das übermäßige Löschen von Inhalten, verpflichtet letztendlich Anbieter von sozialen Netzwerken dazu, schneller mit Beschwerden über rechtswidrige Inhalte umzugehen. Wenn das nicht innerhalb von 24 Stunden gemacht wird, drohen hohe Bußgelder. Damit ist natürlich letztendlich zu befürchten, dass sehr viel und auch sehr viel Falsches gelöscht wird.“     

    „Was den Austausch, oder das Rausrücken von Algorithmen angeht, das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Jedes Unternehmen, das nun mal Software entwickelt – sei es Facebook, sei es Google oder jedes andere Unternehmen –, wird und will seine Algorithmen natürlich nicht preisgeben. Das kann ich vollkommen verstehen, und das sollte auch so nicht sein.“

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    Tags:
    Meinungsfreiheit, Fake-News, Hatespeech, NetzDG, Heiko Maas, Deutschland
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