23:13 23 November 2017
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    Vorletzter Platz in Europa – Glasfaservernetzung in Deutschland muss besser werden

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    Bolle Selke
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    Bei der Breitbandinfrastruktur sieht Deutschland relativ alt aus. Die Telekom setzt weiterhin auf das kostengünstigere Vectoring. Marc Kessler, Sprecher von Breko, spricht von einer Technik ohne Zukunft und fordern im Sputnik-Interview, dass die Politik endlich auf 100 Prozent Glasfaser setze, sonst würde man weiterhin den Anschluss verpassen.

    Marc Kessler, Sprecher des Bundesverbandes Breitbandkommunikation e.V. (BREKO):

    „Die Telekom hat nach wie vor über 80 Prozent bei den Anschlüssen. Naturgemäß investiert sie am liebsten in ihre lange abgeschriebene Infrastruktur, das sind Kupferleitungen. Das Problem an der Sache ist, dass diese antiken Kupferleitungen nicht zukunftssicher sind. Die Technologien, die darauf aufbauen — also VDSL-Vectoring und Supervectoring — werden die künftigen Bandbreiten und Qualitätsanforderungen, die Wirtschaft und Bürger brauchen, nicht erfüllen können.“

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    „Wir sagen, Deutschland braucht Glasfaser bis in jedes Haus oder jedes Unternehmen — als Grundlage. Das ist alternativlos, weil die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft nicht aufzuhalten ist. Wir brauchen also Glasfaseranschlüsse überall dort, wo es wirtschaftlich zu bauen ist — das passiert ja schon. Da, wo es nicht wirtschaftlich gebaut werden kann, brauchen wir Fördermittel. Wir brauchen insgesamt vor allem die richtigen Rahmenbedingungen und da kommt die Politik, die Bundesregierung ins Spiel.“

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    Breitbandausbau, Internet, Deutschland