14:48 18 November 2017
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    Kreuzprozession in Kiew von der Polizei gestoppt

    Zwangsstopp für Kreuzprozession: Sprengstoff an der Route nach Kiew

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    Die ukrainische Polizei und die Nationalgarde haben die Kreuzprozession der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats kurz vor Kiew gestoppt, wie der Innenminister des Landes, Arsen Awakow, via Facebook mitteilt. An der Prozessionsroute sind Sprengsätze gefunden worden.

    „Die Minenattrappen und echten Sprengsätze mit Granaten, die am Morgen gefunden wurden, lassen bei uns keine Zweifel über die Ernsthaftigkeit der Drohungen und Provokationen“, schrieb der Innenminister.

    Die Polizei erklärt, einige gefährliche Gegenstände an der Route der Kreuzprozession gefunden zu haben. An den Zufahrtsstraßen zu Kiew, die die Prozessionen je aus westlicher und südöstlicher Richtung hätten passieren sollen, sind nach Polizeiangaben Gegenstände, die Sprengsätzen ähneln, zwei Handgranaten mit Zündvorrichtungen und eine Rauchbombe gefunden worden.

    Die Kreuzprozessionen seien angehalten worden, „um schweren Folgen vorzubeugen“, sagte ein Polizeisprecher. Die Sicherheitsbeamten durchsuchten die Straßen nach weiteren möglichen Gefahrenquellen.

    Momentan befinden sich die Gläubigen im Kiewer Umland. Die beiden Kreuzprozessionen sollen sich morgen auf dem Kiewer Wladimir-Hügel vereinen.

    Der Berater des ukrainischen Innenministers, Anton Geraschtschenko, schrieb bei Facebook, den Prozessionsteilnehmern sei angeboten worden, mit Bussen und auf weniger gefährlichen Routen zum Ort des gemeinsamen Gottesdienstes zu fahren.

    Die Kiewer Stadtverwaltung hat Dienstagnachmittag Busse für den Weitertransport der Teilnehmer der Kreuzprozession zur Verfügung gestellt. Mittwochmorgen würden die Gläubigen nach Kiew gebracht, so der Kiewer Polizeichef, Andrej Krischenko. Somit werde es keinen orthodoxen Marsch durch die ukrainische Hauptstadt geben.

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    Tags:
    Kreuzprozession, Sprengsatz, Granate, Polizei, Kiew, Ukraine
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