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14:22 13 November 2019
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    Shi Yongxin

    China: Klostervorstand mit Doppelpass verdient sich goldene Nase

    © AFP 2019 / Peter Parks
    Religion
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    Unschätzbare Reichtümer und zahllose Geliebte – dafür ist Shi Yongxin, Vorstand eines buddhistischen Shaolin-Klosters in China, unlängst in der ganzen Welt berühmt geworden. Jetzt ist herausgekommen, dass der Mönch seit Jahren noch unter einem zweitem Namen lebt, wie das Online-Portal „The Global Times“ berichtet.

    „Mein heutiger Ausweis ist 1985 ausgestellt worden, als ich das 20. Lebensjahr erreichte“, sagte Yongxin laut dem Portal. Damals habe er auch seinen buddhistischen Namen erhalten.

    Doch schon im Jahr 1965 habe der Mönch einen Ausweis auf seinen Geburtsnamen, Liu Yingcheng, bekommen. Diesen habe er aber nie benutzt und sei darum bereit, ihn an die zuständigen Behörden zurückzugeben.

    Das Ansehen des Klostervorstehers hat deutlich gelitten, seitdem die chinesische Regierung den Kampf gegen die Korruption im Lande eingeleitet hat. Zwar sei der „Mönch-CEO“, wie Shi in den Medien genannt wird, von Bestechungsvorwürfen entlastet worden. Aber das Konvent hat dennoch massive „finanzielle und administrative Probleme“, erklärten die Ermittler.

    Das Kloster bereichere sich an den Pilgern und an der Vermarktung des nationalen Kampfsports Kung-fu.  So hätten chinesische Korruptionsermittler festgestellt, dass auf das Shaolin-Kloster ganze 15 Autos zugelassen sind – darunter auch ausländische Luxuskarossen.

    „Das Shaolin-Kloster ist in höchstem Maße kommerzialisiert und erhält übermäßige Einnahmen. Für eine religiöse Einrichtung ist das zu viel“, zitiert das Portal den Ethikprofessor und Politologen Xiong Kunxin von der chinesischen Minzu University. Die zahlreichen Skandale um das Kloster würden dem Ansehen des chinesischen Buddhismus schaden, betont der Experte.

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    Shi Yongxin, China