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    Unter dem Eindruck der Coronavirus-Pandemie feiern Millionen orthodoxe Christen an diesem Wochenende weltweit ihr Osterfest.

    In vielen Ländern fanden Gottesdienste hinter verschlossenen Türen statt. Den Gläubigen wurde geraten, die Fernsehgottesdienste zu verfolgen.

    In Moskau, St. Petersburg und vielen anderen Regionen Russlands durften Messen nur in der Abwesenheit der Kirchengänger gelesen werden.

    Auch während der traditionellen Auferstehungsmesse waren in der Erlöserkathedrale – der Hauptkirche des russisch-orthodoxen Christentums – in Moskau nur Patriarch Kyrill I., Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, und eine begrenzte Zahl Geistlicher, Chorsänger und Kirchendiener.

    • Nonnen beim Ostergottesdienst in der Erlöserkathedrale in Moskau
      Nonnen beim Ostergottesdienst in der Erlöserkathedrale in Moskau
      © Sputnik / Sergej Pjatakow
    • Patriarch Kyrill I. beim Ostergottesdienst in der Erlöserkathedrale in Moskau
      Patriarch Kyrill I. beim Ostergottesdienst in der Erlöserkathedrale in Moskau
      © Sputnik / Sergej Pjatakow
    • Ein Ostergottesdienst in Simferopol
      Ein Ostergottesdienst in Simferopol
      © Sputnik / Konstantin Michaltschewskij
    • Eine Kirchgängerin während des Ostergottesdienstes in der südrussischen Region Kransnodar
      Eine Kirchgängerin während des Ostergottesdienstes in der südrussischen Region Kransnodar
      © Sputnik / Sergej Piwowarow
    • Ein Geistlicher weiht Osterbrot am Karsamstag in Donezk
      Ein Geistlicher weiht Osterbrot am Karsamstag in Donezk
      © Sputnik / Sergej Awerin
    • Gläubige in einer Kirche in Kiew
      Gläubige in einer Kirche in Kiew
      © Sputnik / Stringer
    • Ein Geistlicher weiht Osterbrot am Karsamstag in Weißrussland
      Ein Geistlicher weiht Osterbrot am Karsamstag in Weißrussland
      © Sputnik / Wiktor Tolotschko
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    © Sputnik / Sergej Pjatakow
    Nonnen beim Ostergottesdienst in der Erlöserkathedrale in Moskau

    Putin blieb zu Hause, Lukaschenko ging in die Kirche

    Der russische Präsident Wladimir Putin ging nach Angaben seines Pressesprechers, Dmitri Peskow, in diesem Jahr zu Ostern nicht in die Kirche. Der Staatschef wohne und arbeite derzeit in der staatlichen Residenz Nowo-Ogarjowo bei Moskau. Putin werde am Abend eine Kerze in einer Kapelle auf dem Territorium der Residenz anzünden, teilte der Kreml-Sprecher am Samstag mit.

    In Weißrussland gab es keine Einschränkungen. Der Präsident Alexander Lukaschenko und sein Sohn Nikolaj besuchten am Sonntag eine Kirche bei Minsk. Dort sprach sich der Staatschef gegen die Schließung „des Weges zur Kirche für die Menschen“ aus.

    Ukraine

    Die ukraischen Behörden riefen die Gläubigen vor dem Osterfest auf, auf Kirchenbesuche zu verzichten. Erlaubt wurde die Anwesenheit von maximal zehn Menschen in einer Kirche. Die Verwendung von individuellen Schutzmitteln und die Abstandshaltung seien dabei notwendig.

    Am Sonntag wurden in mehreren Kirchen der Ukraine Verstöße gegen die Anti-Corona-Regeln festgestellt.

    Ausgangssperren zu Ostern

    In Griechenland konnten orthodoxe Christen in diesem Jahr auch nicht wie sonst feiern. Die Gottesdienste wurden hinter verschlossenen Türen zelebriert. Von 21.00 Uhr am Samstag bis zum Dienstag gelten im Land strenge Ausgangsbeschränkungen.

    In Serbien, in der Republika Srpska von Bosnien und Herzegowina und in Montenegro herrschen Ausgangssperren vom Freitagabend bis zum Dienstagmorgen.

    In Georgien werden die Bewegungen der Einwohner zwischen 21.00 Uhr am Samstag und 6.00 Uhr am Sonntag ebenso strikt eingeschränkt. Die Gläubigen wurden mehrmals dazu aufgerufen, in der Osternacht zu Hause zu bleiben. Sie durften trotzdem zum Gottesdienst in eine Kirche kommen, mussten dort aber bis dem Ende der Ausgangssperre bleiben.

    Osterfest

    Ostern ist das größte Fest für die orthodoxen Christen. Es wird am ersten Sonntag nach dem ersten Frühjahrs-Vollmond gefeiert: zwischen dem 4. April und dem 8. Mai, nach dem jüdischen Osterfest Pessach.

    An diesem Tag gedenken die Gläubigen der Auferstehung Jesu Christi am dritten Tag nach seiner Kreuzigung für die Sünden der ganzen Menschheit.

    Laut der christlichen Glaubenslehre weihte Jesus durch seine Auferstehung die Wiederauferstehung aller Menschen, die ebenso aus dem Tod erweckt werden – am allgemeinen Wiederauferstehungstag.

    mo/mt/sna

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    Tags:
    Georgien, Griechenland, Serbien, Weißrussland, Ukraine, Russland, Russisch-orthodoxe Kirche, Ostern