08:24 09 August 2020
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    Nand Kishore Gurjar, ein Politiker aus dem indischen Bundesstaat Uttar Pradesh, hat das islamische Opferfest Eid ul-Adha aus Sicht des Tierschutzes kritisiert. Menschen, die Tiere opfern wollen, sollten stattdessen ihre Kinder preisgeben, sagte er laut indischen Medien.

    Der Abgeordnete aus dem Wahlkreis Loni behauptete außerdem, durch Fleischkonsum werde Covid-19 verbreitet.

    „Menschen, die beim Eid (ul-Adha) opfern wollen, sollen ihre Kinder opfern...Wir werden es nicht erlauben, dass Menschen unschuldige Tiere opfern, weil Fleisch das Coronavirus verbreitet”, zitiert den Politiker die Nachrichtenagentur ANI.

    Er werde weder Fleisch- noch Alkoholkonsum in seinem Wahlkreis zulassen, erklärte er, und wandte sich an seine „muslimische Brüder” mit der Bitte, auf tierische „qurbani” (dt. Opfergabe) zu verzichten.

    Ferner sagte Gurjar, dass man früher auch im Hinduismus Tiere geopfert hatte, später wurde aber die Tradition geändert und das Fleisch durch Kokosnuss ersetzt.

    Das Opferfest Eid ul-Adha, das heute begangen wird, gilt als wichtigste islamische Feier. Am Ende des Hadsch, der Wallfahrt nach Mekka, feiern es die Pilger sowie alle Gläubigen der islamischen Welt. Das Fest erinnert an die Bereitschaft Abrahams, einen seiner Söhne zu opfern, um Gott seinen Glauben zu beweisen. Traditionell werden anlässlich des Feiers Schafe geschlachtet, mancherorts werden Ziegen geopfert.

    msch/tm/dpa

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    Tags:
    Fleisch, Indien, Islam, Opfergabe, Opferfest