17:43 26 April 2019
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    Aserbaidschanische Hauptstadt Baku am Kaspischen Meer

    Experte: Baku lehnt EU-Assoziierung zugunsten guter Beziehungen zu Russland ab

    © Flickr/ Trevor Claringbold
    Russland
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    Aserbaidschan hat die Assoziierung mit der EU abgelehnt, um gute Beziehungen zu Russland nicht zu belasten, meint Asai Gulijew, Abgeordneter des aserbaidschanischen Parlaments. „Wir wollen kein abhängiger Staat werden“, betonte er am Montag in Baku.

    „Wir wollen keine Marionette in den Händen gewisser westlicher Kreise sein. Sie üben aber Druck aus, um unsere Beziehungen (zu Russland) zu verschlechtern, um Aserbaidschan dazu zu bewegen, zwischen Russland und dem Westen zu wählen sagte fuhr Gulijew, der den Rat für staatliche Förderung der Nichtregierungsorganisationen (NGO) beim Präsidenten Aserbaidschans leitet.

    „Aber wir werden das nie tun, denn wir halten Russland für unseren Freund. Wir wollen die Beziehungen zu Russland nicht verschlechtern.“ Gulijew sagte ferner, dass der Westen Aserbaidschan zur Verhängung von Sanktionen gegen Russland drängt.

    Zuvor hatte das aserbaidschanische Parlament beschlossen, die Teilnahme des Landes am europäischen Projekt der Östlichen Partnerschaft einzustellen. Vizeparlamentschef Walech Aleskerow verlas am Montag eine entsprechende Erklärung.

    Das Projekt der Östlichen Partnerschaft hat zum Ziel, sechs frühere Unionsrepubliken – Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldawien, Ukraine und Weißrussland – politisch und ökonomisch enger an die EU zu binden. Drei Länder — Ukraine, Georgien und Moldawien – hatten 2014 das EU-Assoziierungsabkommen unterzeichnet.

     

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    Tags:
    Asai Gulijew, Europäische Union, Aserbaidschan