19:34 12 Dezember 2019
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    Vernichtung verbotener Lebensmittel in Russland

    Experte: Sanktionen brachten deutschen Farmern Verluste von einer Milliarde Euro bei

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    Russland
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    Die Verluste deutscher Farmer infolge des russischen Lebensmittelembargos belaufen sich derzeit auf über eine Milliarde Euro. Das sagte der russische Handelsvertreter in Deutschland, Juri Stezenko, in einem Interview der Agentur Rambler News Service (RNS) unter Berufung auf Angaben des Deutschen Bauernverbandes (DBV).

    „Der Warenumsatz zwischen beiden Ländern schrumpfte von 75 Milliarden auf 45,8 Milliarden US-Dollar“, sagte der Vertreter, ohne die Vergleichsperiode anzugeben. „Dafür gab es selbstverständlich mehrere Ursachen wie sinkende Preise für Öl, Gas und Metalle. Aber auch der Sanktionsdruck war deutlich zu spüren.“

    Dem Handelsvertreter zufolge gingen die deutschen Ausfuhren von Fleisch, Fleischprodukten, Fisch und anderen Meeresprodukten nach Russland 2015 fast vollständig zurück. Der Export von Obst und Nüssen brach um 99 Prozent ein, die Lieferungen von Milcherzeugnissen und Käse schrumpften um drei Viertel.

    „Vor diesem Hintergrund werden steigende Ausfuhren russischer Hightech-Erzeugnisse nach Deutschland registriert. So haben sich die Lieferungen von Flug- und Raumapparaten im vergangenen Jahr verzehnfacht“, sagte Stezenko.

    Die USA und die EU hatten im März 2014 Sanktionen gegen Russland wegen der Einverleibung der Schwarzmeer-Halbinsel Krim und wegen der Position Moskaus im Ukraine-Konflikt verhängt. Im August 2014 antwortete Russland mit dem Einfuhrverbot für Lebensmittel aus diesen Ländern. Ende Juni 2015 wurden die russischen Gegensanktionen um ein Jahr verlängert.

     

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