15:20 26 Oktober 2020
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    In Russland hat der VII. Kongress der Föderation der jüdischen Gemeinden Russlands (FEOR) stattgefunden. Dabei wurden Erfolge und Herausforderungen im Kampf gegen den Antisemitismus diskutiert. Auch der neue russische Premier Michail Mischustin äußerte sich zur Arbeit der FEOR.

    Bei der Eröffnung des VII. Kongresses der Föderation der jüdischen Gemeinden Russlands hat der Oberrabbiner der Russischen Föderation, Berel Lazar, erklärt, dass der Antisemitismus in Russland jetzt auf dem niedrigsten Niveau der Geschichte sei.

    Juden würden sich wohl und sicher fühlen und könnten ihr Judentum offen demonstrieren.

    „Nun, Gott sei Dank, ist der Antisemitismus in Russland auf dem niedrigsten Niveau. Vor kurzem wurde im Jerusalem des Holocausts gedacht. Alle haben dort angemerkt, dass sich die Juden in Russland wohl fühlen, offen ihr Judentum demonstrieren und vom Staat und ihren Mitmenschen respektiert werden“, so Lazar wörtlich.

    Ihm zufolge gibt es in Russland einen einzigartigen interethnischen und interreligiösen Dialog und „Freundschaft mit den Nachbarn“.

    Russischer Premier Mischustin lobt die FEOR

    Auch der neue russische Premier Mischustin hat den Kampf gegen den Antisemitismus in Russland gelobt und den Beitrag der FEOR als äußerst positiv bewertet.

    In einem Begrüßungstelegramm an die Teilnehmer des Kongresses hob er den Stellenwert der Organisation hervor. Das entsprechende Telegramm wurde auf der Website der russischen Regierung veröffentlicht.

    „Ich gratuliere Ihnen zur Eröffnung des Kongresses und zum 20-jährigen Jubiläum der Föderation der jüdischen Gemeinden Russlands. Im Laufe der Jahre hat sich die FEOR zu einer der größten und angesehensten religiösen Organisationen entwickelt. In Russland genießen die Aktivitäten der Föderation zur Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung jüdischer Traditionen und Riten einen hohen Stellenwert“, so Mischustin im Telegramm.

    Unter Beteiligung der FEOR seien zahlreiche bedeutende wohltätige, aufschlussreiche und pädagogische Programme durchgeführt, Synagogen restauriert und Gemeindezentren aufgebaut worden, heißt es weiter.

    „Der Beitrag der FEOR zur Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Extremismus verdient großen Respekt. Es ist wichtig, dass Sie immer entschlossen gegen die Versuche vorgehen, die Verbrechen des Faschismus zu rechtfertigen und die Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs zu revidieren. Sie verteidigen die Wahrheit über die tragischen Ereignisse der Vergangenheit. Im Jahr des 75. Jahrestages des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg hat diese Position der FEOR eine besondere Bedeutung”, so Mischustin.

    ng/mt/

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    Tags:
    Judentum, Juden, Berel Lazar, Michail Mischustin