14:00 29 September 2020
SNA Radio
    Russland
    Zum Kurzlink
    10686
    Abonnieren

    Der im Rahmen eines Verfahrens wegen Aufrufs zu Extremismus zu einer Bewährungsstrafe verurteilte Blogger Jegor Schukow ist unweit seines Hauses in Moskau angegriffen und verprügelt worden. Dies gaben Schukows Anhänger in der Nacht auf Montag auf Instagram bekannt.

    Der 22-Jährige hat demnach mehrere Verletzungen erlitten, bleibe aber ruhig und scherze sogar über das Geschehene. Er sei auf einem Polizeirevier gewesen und werde nun von Notärzten für eine Magnetresonanztomographie (MRT) in ein Krankenhaus gebracht.

    Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

    Ein Beitrag geteilt von Егор Жуков (@realzhukov) am

    Zwei Menschen hätten Schukow angegriffen und seien dann auf Rollern geflohen, berichtete der Pressesprecher des „Teams Schukow“, Stas Toporkow, unter Hinweis auf Augenzeugen. Die Polizisten leiteten ein Strafverfahren wegen Prügel ein.

    Peskows Kommentar

    Der Kreml hofft laut dem Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Dmitri Peskow, dass die Polizei Schukows Angreifer findet und dass sie gemäß dem Gesetz bestraft werden.

    „Wir wissen nicht, wer Schukow geschlagen hat, wir wissen eigentlich nicht, warum (der Blogger attackiert wurde – Anm. d. Red.). Wir wissen aber, dass unsere Ordnungshüter Ermittlungen eingeleitet haben. Deshalb hoffen wir, dass die Schuldigen festgestellt und gemäß dem Gesetz bestraft werden.“

    Bewährungsstrafe für Schukow

    Jegor Schukow war Anfang August 2019 festgenommen worden. Ihm war die Organisation von Unruhen am 27. Juli in Moskau vorgeworfen worden, die Ermittlungen zu diesem Fall wurden eingestellt. Schukow wurde jedoch öffentlicher Aufrufe zum Extremismus in mehreren Videos auf seinem YouTube-Kanal beschuldigt. Der Blogger wies die Schuld von sich.

    Das im Dezember 2019 gefällte Urteil verbietet Schukow die Erstellung und Unterhaltung eigener Internet-Seiten.

    mo/sb/sna

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Kreml: Erklärung über militärische Unterstützung für Armenien oder Aserbaidschan befeuert Konflikt
    Türkei bereit, Aserbaidschan auf Kampffeld zu unterstützen – Außenminister
    Armeniens Premier ruft Merkel auf, Politik der Türkei in Region zu „zügeln“
    Im Falle türkischer Einmischung: Armenien verspricht „Iskander“-Raketen einzusetzen
    Tags:
    Russland