12:50 29 November 2020
SNA Radio
    Russland
    Zum Kurzlink
    Fall Nawalny: Streit um Vergiftung des Kreml-Kritikers (125)
    251257
    Abonnieren

    Russland fordert Deutschland immer noch nachdrücklich auf, medizinische Befunde des Kremlkritikers Alexej Nawalny vorzuliegen, erklärte das russische Außenministerium als Reaktion auf den Aufruf der G-7 Staaten, die Verantwortlichen hinter der „Vergiftung“ des Oppositionellen zur Rechenschaft zu ziehen.

    Das Außenamt erinnerte daran, dass Russland von der deutschen Seite immer noch auf Informationen warte, die die russische Generalstaatsanwaltschaft am 27. August beantragt habe, darunter die Ergebnisse biochemischer Untersuchungen Nawalnys. 

    G7 will Verantwortliche im Fall Nawalny bestrafen 

    Die G-7-Staaten hatten am Dienstag eine gemeinsame Erklärung der Außenminister publikgemacht, in der sie Russland eindringlich auffordern, die Verantwortlichen hinter der mutmaßlichen Vergiftung des Oppositionspolitikers Alexej Nawalny festzustellen und zur Rechenschaft zu ziehen.

    „Wir, die G7-Außenminister, appellieren an Russland, unverzüglich und vollumfänglich aufzuklären, wer für diesen abscheulichen Giftanschlag verantwortlich ist, und die Verantwortlichen vor dem Hintergrund der Verpflichtungen Russlands nach dem Chemiewaffenübereinkommen zur Rechenschaft zu ziehen“, hieß es in der Erklärung.

    Die Außenminister der G7-Staaten „verurteilen einmütig und auf das Allerschärfste die nachweisliche Vergiftung von Alexej Nawalny.“

    Bundesregierung geht von Vergiftung aus

    Alexej Nawalny hatte am 20. August auf einem Flug von Tomsk nach Moskau das Bewusstsein verloren, woraufhin das Flugzeug unverzüglich in Omsk landete, er dort in ein Krankenhaus gebracht und in ein künstliches Koma versetzt wurde. Sobald ihn die Omsker Ärzte fürtransportfähig erklärt hatten, wurde Nawalny auf Drängen seiner Familie in die Berliner Charité verlegt.

    Die Bundesregierung hatte am Mittwoch vergangener Woche nach Untersuchungen eines Spezial-Labors der Bundeswehr mitgeteilt, sie sehe es als zweifelsfrei erwiesen an, dass Nawalny mit einem chemischen Nervenkampfstoff der Nowitschok-Reihe vergiftet worden sei.

    ao/sb/sna

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren
    Themen:
    Fall Nawalny: Streit um Vergiftung des Kreml-Kritikers (125)

    Zum Thema:

    Europa als „Gaskammer von Soros”: Ungarischer Museumsleiter nennt Polen und Ungarn „die neuen Juden”
    MDR rätselt über „russischen Osten“ - Ostdeutscher kommentiert: „Das Sagen haben leider die ...“
    Mord an iranischem Atomphysiker: US-Geheimdienst hält Israel für schuldig — NYT
    Tags:
    Erklärung, G7, Außenministerium Russlands