10:31 04 Dezember 2020
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    Der russische Fonds für Direktinvestitionen (RDIF), der an der Herstellung von „Sputnik V” beteiligt ist, hat mit dem Pharmaunternehmen „Landsteiner Scientific” die Lieferung von 32 Millionen Dosen des russischen Impfstoffs an Mexiko vereinbart.

    Dies geht aus einer Pressemitteilung des RDIF am Mittwoch hervor.

    Mit 32 Millionen Dosen kann rund ein Viertel der mexikanischen Bevölkerung geimpft werden. Die Lieferung soll im November dieses Jahres beginnen, mit der Verteilung des Präparats wird sich „Landsteiner Scientific” befassen. 

    „Unsere mexikanische Partner verstehen die Vorteile des russischen Impfstoffs 'Sputnik V' im Vergleich zu den anderen Sera. Unter anderem unterstreichen sie die Tatsache, dass die auf menschlichen adenoviralen Vektoren basierenden Plattformen viel besser erforscht sind als neue Technologien wie mRNA oder Vektoren von Affenadenoviren”, erläuterte RDIF-Chef Kirill Dmitriev.

    Laut einer Umfrage von „El Financiero” haben 66 Prozent der Mexikaner Vertrauen an den russischen Corona-Impfstoff.

    „Sputnik V”

    Am 11. August hatte Putin mitgeteilt, dass Russland als erstes Land einen Impfstoff gegen das Coronavirus registriert habe.

    Das Präparat unter dem Namen „Sputnik V” ist eine Lösung für die intramuskuläre Infusion. Der Impfstoff soll in zwei Etappen mit einem Intervall von drei Wochen verabreicht werden. Diese Methode wird es laut dem russischen Gesundheitsministerium ermöglichen, eine Immunität zu bilden, die bis zu zwei Jahre anhalten soll. Massenimpfungen der Bevölkerung in Russland sind für den Herbst geplant. 

    Die Registrierung des Impfstoffs löste eine Welle der Kritik in westlichen Ländern aus. Der Vorwurf lautete, Putin gehe es nur darum, den Wettlauf um den ersten Corona-Impfstoff zu gewinnen, und das Vakzin sei nicht ausreichend getestet worden. Die russischen Fachkräfte wiesen jedoch darauf hin, dass das Präparat die notwendigen Tests durchlaufen habe und für die menschliche Gesundheit unbedenklich sei. 

    Russische Experten verweisen allerdings darauf, dass sich die Plattform, auf der der Impfstoff entwickelt wurde, bereits während Hunderten klinischer Tests weltweit als sicher erwiesen habe.

    msch/sna

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    Tags:
    Corona-Impfstoff, Mexiko, Russischer Direktinvestitionsfonds (RDIF)