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    Fußballmannschaft wurde Opfer der Spannungen zwischen Türkei und Armenien

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    BELGRAD, 3. Juni /Nikolai Paßchin, Korrespondent der RIA Nowosti/. Die türkischen Behörden verbaten am Donnerstagabend den Überflug der Maschine, an deren Bord sich die Fußballauswahl Mazedoniens befand, über seinem Gebiet. Die mazedonischen Fußballspieler waren auf dem Weg nach Jerewan zum Qualifikationsspiel der Weltmeisterschaft-2006, das für Samstag, den 4. Juni, geplant ist.

    Das Flugzeug, dass sich rund anderthalb Stunden lang im Luftraum der Türkei befand, war gezwungen, nach Skopje, der Hauptstadt Mazedoniens, zurückzukehren. Bis zur Grenze Armeniens waren es dabei nur noch einige Dutzend Kilometer.

    Wie die mazedonische Zeitung „Utrinski vesnik" am Freitag mitgeteilt hat, erklärt Ankara diesen Zwischenfall damit, dass „die Besatzung des Flugzeugs nicht über die für den Flug über dem Territorium der Türkei notwendigen Papiere verfügt hätte".

    Viele mazedonische Massenmedien äußern die Vermutung, dass die Ursache des Vorfalls in den angespannten Beziehungen zwischen der Türkei und Armenien liege. Jerewan fordert nämlich von Ankara Entschuldigungen für das Massenmassaker oder nach der Terminologie von Jerewan für das Genozid gegen die armenische Bevölkerung in den Ostgebieten der Osmanischen Türkei 1915-1917, als nach verschiedenen Einschätzungen bis zu anderthalb Millionen Armenier ermordet worden waren.

    Heute sucht die Fußballvereinigung Mazedoniens nach Möglichkeiten für den Flug seiner Nationalelf nach Armenien auf einer anderen Luftstrecke, unter Umgehung der Türkei.

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