13:36 23 Januar 2017
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    »Iswestija»: Sportler Russlands und Chinas werden Freundschaft gegen die USA schließen

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    MOSKAU, 16. Juni (RIA Nowosti). Sportler aus Russland und China werden 2008 bei der Olympiade in Peking eine Einheitsfront gegen eine andere Sport-Supermacht, die USA, bilden. Das wurde nach einem China-Besuch einer Delegation des Olympischen Komitees Russlands bekannt, schreibt die «Iswestija» am Donnerstag.

    «Die Chinesen waren noch nie so offen», stellte Leonid Tjagatschow, Präsident des russischen NOK, gegenüber der Zeitung fest. «Zum ersten Mal haben sie Ausländer ins nationale Trainingszentrum in Peking eingeladen, das aus neun Komplexen für die strategischen Sportarten besteht: Schwimmen, Kunstspringen, Turnen, Leichtathletik, Gewichtheben, Badminton usw. Dies war eine fantastische Schau: Riesige Säle, in denen Hunderte Mitglieder der Nationalmannschaften trainieren, alles ist schön und modern. Außerdem wurden uns zwei Trainingszentren gezeigt, die im Raum von Kunming in rund 2000 Meter Höhe liegen. Wir haben einen Vertrag geschlossen, der einen Austausch von Trainern und Trainingsmethoden vorsieht. Man versprach sogar, mit uns Mittel der chinesischen Medizin zu teilen, die sie für die Steigerung ihrer Ergebnisse anwenden.»

    Die Ursachen dieser Offenheit wurden recht bald klar. Laut einem strategischen Plan der obersten Staatsführung Chinas soll die chinesische Nationalmannschaft den ersten Platz in der Gesamtwertung belegen und dabei 110 Medaillen, darunter 40 Goldmedaillen, erkämpfen. Dazu muss man nicht nur selbst erfolgreich antreten, sondern auch auf Fehler der Hauptkonkurrenten, der Amerikaner, hoffen. Deshalb bieten auch die Chinesen den Russen eine Freundschaft gegen die USA an.

    «Sie hoffen darauf, dass wir einen Teil der Medaillen in den Sportarten, die traditionell als 'amerikanische Spezialität' gelten - Schwimmen und Leichtathletik - an uns reißen», so Tjagatschow. «Sie sagen das offen: Wir sollten die USA auf keinen Fall gewinnen lassen.»

    Die Seiten haben vorerst keine Einigung darüber erzielt, wie konkret die Sportarten in die «russischen» und die «chinesischen» aufgeteilt werden sollen, fügte Tjagatschow hinzu. «Zugleich versicherten sie, dass der Zuschauersaal unseren Sportler und keinen Amerikaner beispielsweise im Fall eines Misserfolgs des chinesischen Kunstspringers unterstützen würde», sagte Tjagatschow.

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