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    Russlands Tennismannschaft kämpft gegen Frankreich um den Einzug ins Halbfinale

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    MOSKAU, 15. Juli (RIA Nowosti). Vom 15. bis 17. Juli ist der Moskauer Sportkomplex Olympiskij Austragungsstätte des Viertelfinales im Davis Cup im Tennis, bei dem die Mannschaften Russlands und Frankreichs aufeinander treffen.

    Die Matches der beiden Mannschaften sind seit Ende 2002, als sie sich im Pariser Bercy im Finale des Davis Cups gegenüberstanden, zu einer Imagefrage geworden. Damals zeigte der russische Teamleader, Marat Safin, sein bestes Tennis und ließ Paul-Henri Mathieu und Sébastian Grosjean in den beiden Einzeln keine Chance. Doch Jewgeni Kafelnikows Niederlage gegen Grosjean und der Misserfolg des russischen Duos Safin - Kafelnikow im Spiel gegen Nicolas Escude und Fabrice Santoro vertagten die Frage nach dem Finalsieger auf das entscheidende fünfte Spiel. In ihm trafen Michail Juschny und Paul-Henri Mathieu aufeinander.

    Der Beginn des Kampfes, der das Schicksal der "Silbernen Salatschüssel" entscheiden sollte, wurde für Juschny zu einem totalen Fiasko. In zwei Sätzen konnte er lediglich fünf Spiele für sich verbuchen, während Mathieu nach einem 6:3 und 6:2 nur noch ein Schritt vom Sieg für seine Mannschaft im Finale des Davis Cups trennte.

    Doch der Franzose scheiterte an diesem letzten Schritt. Zunächst nahm Michail Juschny seinem Gegner einen Aufschlag ab und glich anschließend zum 2:2 aus. Im entscheidenden Moment versetzte er seinem demoralisierten Gegner mit dem Sieg im fünften Satz den entscheidenden Schlag und brachte das Spiel mit dem Ergebnis 3:6, 2:6, 6:3, 7:5 und 6:4 nach Hause. Erstmals in der Geschichte konnte Russland sich nach diesem Sieg mit dem Titel des Champions im Davis Cup schmücken.

    Von den Champions aus der Zeit vor drei Jahren ist nur noch Juschny dabei, wenn es im Olympiskij auf den Court geht. Safin hätte eigentlich auch spielen können, doch zwang ihn seine Knieverletzung nach Wimbledon zu einer Verschnaufpause.

    An Juschnys Seite stehen Nikolai Dawidenko, neben Safin gemäß ATP-Bestenliste auf dem Spitzenplatz im russischen Tennis, und Igor Andrejew. Ferner tritt der Neuling, Teimuras Gabaschwili, Landesmeister 2004, an. Der Mannschaftskapitän, Schamil Tarpischtschew, sieht in ihn ein großes Talent der Zukunft, welches schon bald einen festen Stammplatz in der Nationalauswahl einnehmen könnte.

    Was die Franzosen angeht, so brachte der Kapitän der Mannschaft, Guy Forget, einen Spieler mit, der bei dem Finale von damals dabei war: Paul-Henri Mathieu. Doch vermutlich wird er bei den "Musketieren" nicht die erste Geige spielen. In die Hauptstadt Russlands kam Richard Gasquet, jenes Wunderkind aus Frankreich, welches vor einigen Monaten mit seinem leidenschaftlichen und kraftvollen Spiel den Männertennis derart durcheinander wirbelte, dass nicht einmal die neue Legende des Weltsports, Roger Federer, seinen Ansturm etwas entgegen setzen konnte.

    Guy Forget rief außerdem Arnaud Clémant und Mickael Llodra unter die französische Trikolore. Angesichts der Jugend seiner Mannschaftskameraden macht sich der 28jährige Clémant mit seinen 18 Spielen für die Nationalmannschaft regelrecht wie ein Veteran aus. Mickael Llodra konnte unterdessen im Einzel noch keine besonderen Lorbeeren ernten, doch im Doppel kann er durchaus brillieren.

    In der ersten Runde des diesjährigen Davis Cups besiegte Russland die Chilenen auf den Courts des Olympiskij mit 4:1. Die Franzosen bezwangen nur mit großer Mühe die schwedische Mannschaft mit 3:2. Russland und Frankreich spielten insgesamt vier Mal gegeneinander, und jede Seite konnte dabei für sich zwei Siege verbuchen.

    Der Sieger des Vierteilfinales trifft in der nächsten Runde, dem Halbfinale, entweder auf Kroatien oder auf Rumänien.

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