12:08 23 Juli 2018
SNA Radio
    Sport

    Kirgisien droht Ausschluss aus dem Internationalen Olympia-Komitee

    Sport
    Zum Kurzlink
    0 0 0
    BISCHKEK, 06. Januar (RIA Nowosti). Kirgisien kann demnächst aus dem Internationalen Olympia-Komitee (IOC) ausgeschlossen werden, teilte Alan Ussenow, Generalsekretär des Nationalen Olympischen Komitees der zentralasiatischen Republik, am Freitag auf einer Pressekonferenz mit.

    "Am Freitagmorgen haben wir die letzte Warnung vom IOC bekommen", sagte Ussenow. "Das Internationale Olympia-Komitee fordert von uns, schnellstens eine Satzung anzunehmen und die notwendigen Änderungen an der Zusammensetzung des Komitees vorzunehmen."

    Der Kampf um das Amt des Präsidenten des kirgisischen Olympia-Komitees werde mit "unfairen Methoden" geführt, stellte Ussenow fest. "Verschiedene Clans versuchen, ihre Leute in das Komitee einzuschleusen, um einen eigenen Kandidaten für das Präsidentenamt durchzusetzen."

    Während einer skandalösen Sitzung der Vollversammlung des kirgisischen Olympia-Komitees am Donnerstag starb der Leiter des nationalen Rasenhockey-Verbandes an einem Herzanfall, nachdem er scharfe Kritik an den "Manipulationen mit der Mitgliedschaft im Komitee" geübt hatte.

    Die Tätigkeit des kirgisischen Olympia-Komitees ist schon seit zwei Jahren von Skandalen überschattet. Zuerst sorgte die überraschende Ernennung des von Sport weit entfernten Ajdar Akajew, des ältesten Sohns des damaligen Staatspräsidenten Askar Akajew, zum Chef des Nationalen Olympia-Komitees für großes Ansehen. Der nächste Präsident des Komitees, Ex-Parlamentsabgeordnete Bajaman Erkinbajew, der nach der Flucht der Akajew-Familie aus Kirgisien, das Amt antrat, wurde im Herbst 2005 von einem Killer erschossen.

    Gegenwärtig bewerben sich etwa 20 Kandidaten um den Posten des Präsidenten des kirgisischen Olympia-Komitees, darunter auch der als "Kriminelle Autorität" bekannt Ryspek Akmatbajew.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren