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    Dritter Wettkampftag in Turin - erneut Grund zum Feiern für Russlands Athleten

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    MOSKAU, 13. Februar (RIA Novosti). Der dritte Wettkampftag bei den Olympischen Winterspielen in Turin ließ die Herzen der russischen Fangemeinde in der Heimat erneut höher schlagen.

    Nach spannenden Kämpfen rückte die Mannschaft im Medaillenspiegel auf den zweiten Rang vor. Mit nunmehr drei Gold-, drei Silber- und einer Bronzemedaille muss sie nur den USA den Vorrang lassen.

    Zweimal Gold und zweimal Silber brachte der gestrige Tag, der dem Teamgeist sicherlich einen neuen Impuls gegeben hat.

    Tatjana Totmjanina und Maxim Marinin mit einer exzellenten Kür zum Abschluss ihres Olympiastarts im Paarlaufen auf der höchsten Stufe des Podests - alles Andere wäre wohl eine Sensation gewesen. Die Siegessicherheit der Anhängerschaft in der Heimat enttäuschten sie nicht. Doch Tatjana gab sich bei der abschließenden Pressekonferenz nüchtern: "Das war nicht einfach ein glatter Durchmarsch", bekannte sie. "Wir gaben alles, was in unseren Kräften stand. Mir fehlen einfach die Worte. Als wir auf dem Podest standen, wollte ich die Tränen zurückhalten, doch das klappte einfach nicht." Maxim ergänzte, dass er glücklich über das Erreichte sei. "Viele träumen vom Olympiasieg, doch bei Weitem nicht bei allen geht der Traum in Erfüllung."

    Nach dem Schlüssel zum Erfolg befragt, sagte Tatjana: "Ungeachtet aller Schwierigkeiten ist das Wichtigste, dass wir aneinander geglaubt haben."

    Dass sich das Paar nun vom Amateursport zurückziehen will, wird die Fans weniger begeistern. Tatjana beruhigte sie jedoch: "Ich denke nicht, dass wir die Reihe der russischen Champions abschließen. Es gibt gegenwärtig in Russland Paare, die es in der Hand haben, unseren Triumph zu wiederholen, wenn sie so hart wie wir trainieren."

    Nicht von ungefähr kam auch die hervorragende Platzierung der Frauen beim Biathlon über 15 Kilometer. Gold für Swetlana Ischmuratowa und Silber für Olga Pyljowa. Nur knapp entging Albina Achatowa der dritte Platz, den sich die Deutsche Marina Glagow holte. Die Prognose von Cheftrainer Valeri Polchowski ist voll aufgegangen, der schon vor Olympia davon gesprochen hatte, dass die Piste seinen Mädels mehr als den deutschen Konkurrentinnen zusagen würde.

    Nach Ischmuratowas Sieg berichtete der Präsident des russischen Biathlonverbandes, Alexander Tichonow, daß Swetlanas Weg allerdings nicht steil nach Oben geführt hat. Vor zwei Jahren habe sie mit den Trainern über Kreuz gelegen. Er habe sie damals zum Weitermachen ermutigen müssen, doch die Anstrengungen hätten sich gelohnt. "Damals sagte ich ihr, Du wirst dabei bleiben, solange ich Verbandspräsident bin."

    Swetlana bekannte in der Pressekonferenz, dass sie sich auf der Strecke quälen musste. "Das Rennen war sehr schwer, besonders die letzte Runde. Mir wurden die Beine schwer", erzählte sie den Journalisten.

    Im Dress der Nationalmannschaft anzutreten, bezeichnete Ischmuratowa als eine Ehre, aber auch als eine schwere Last, denn die gesamte Konkurrenz in der Heimat trainiere unermüdlich. Der Platz müsse erkämpft und dann bei internationalen Vergleichen auch verteidigt werden.

    Silbermedaillengewinnerin Olga Pyljowa zeigte sich schon deshalb über den Ehrenplatz froh, weil mit ihr, wie sie glaubt, niemand gerechnet hat. Die außerordentlich komplizierte Piste sei sie vorsichtig, aber selbstbewusst angegangen. "Die vierte und fünfte Runde musste mit hohem Tempo bewältigt werden, und ich denke, das habe ich gebracht", schilderte sie den Rennverlauf.

    Olga macht indessen aber auch von der Hochachtung gegenüber der Konkurrenz keinen Hehl. Vor allem Andrea Henkel und Martina Glagow aus Deutschland bescheinigt sie außerordentliche Leistungen beim Schießen. "Die Deutschen waren sicherlich voll und ganz auf Sieg eingestellt", rühmte sie deren Kampfwillen.

    Im Rennen der Eisschnellläufer über 500 Meter sicherte sich Dmitri Dorofejew, der Fahnenträger der russischen Mannschaft bei der Eröffnungsveranstaltung, den Ehrenplatz hinter dem an diesen Tag unschlagbaren Amerikaner Joey Cheek.

    Gold, so meinte Dmitri im Gespräch mit russischen Journalisten, wäre einfach unrealistisch gewesen. "Wenn ich zurückblicke, so gab es in den letzten drei Jahren überhaupt keine nennenswerten Ergebnisse. Ich hatte eine Rippenverletzung, die mich mehr als zwei Jahre lang quälte. Erst in dieser Saison gab sie mir Ruhe. In einer Saison zu Höchstform aufzulaufen, ist jedoch sehr schwer", gestand er. In seinem Abschneiden sieht er einen Anschub für das ganze Team.

    Letztendlich gestand er noch, dass er die Medaille seiner Frau, der Tochter und den Eltern widme.

    Inzwischen läuft in Turin der vierte Wettkampftag. Skilanglauf, Biathlon, Rodeln - wieder lassen die russischen Asse ihre Fans hoffen.

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