17:54 23 August 2017
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    Russischem Olympiaaufgebot drohen wegen Reklame Unannehmlichkeiten

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    MOSKAU, 14. Februar (RIA Novosti). Der russischen Olympiamannschaft stehen wegen der Reklame auf ihrer Olympiaausstattung Schwierigkeiten ins Haus.

    Die Tatsache, dass sich ein Vertreter des Internationalen Olympischen Komitees bei der russischen Sportführung beschwert hatte, wurde RIA Novosti von einem Mitarbeiter des russischen Delegationsstabes in Turin bestätigt.

    RIA Novosti konnte bislang keine Kommentare vonseiten des Russischen Olympischen Komitees noch von anderen Angehörigen des Stabes einholen.

    Michail Kusnirowitsch, Chef der Firma Bosco, die bei den Winterspielen als offizieller Generalsponsor der russischen Mannschaft auftritt, sagte der RIA Novosti telefonisch, der Skandal sei in die Öffentlichkeit gedrungen, nachdem sein Unternehmen die Verletzung der Sponsorenvereinbarung durch drei russische Sportverbände beanstandet hat: durch den Langlaufverband, den Rodelverband und den Bobsportverband.

    "Diese Verbände erlauben es sich, grob gegen die Vereinbarungen zu verstoßen und eine unzulässige Ausstattung einzusetzen", was unterdessen auch namhafte internationale Warenproduzenten auf den Plan gerufen habe.

    Vertreter von Bosco hätten sich inzwischen mit ausländischen Anwälten und Rechtsvertretern des IOC zusammengesetzt, um die "nicht einfache Situation" zu bereinigen.

    Auf der offiziellen Internet-Seite des Russischen Olympischen Komitees ist inzwischen eine Interpretation des Paragrafen 61 der Olympischen Charta veröffentlicht worden, in der es heißt: "Das Logo des Produzenten (der Ausstattung) darf auf jedem Kleidungs- oder Ausrüstungsstück nicht mehr als einmal erscheinen."

    Der Firmenchef von Bosco ergänzte, dass bei den Skifliegern auf der Innen- und auf der Außenseite der Skis große Buchstaben zu erkennen seien. Die Begrenzung der Werbung, meint der Unternehmer, müsse aber für alle Sportgeräthersteller gelten. "Doppelte Standards sind nicht akzeptabel", sagte Kusnirowitsch.

    Die Olympische Charta legt bei Reklame rigorose Maßstäbe an. Umfang und Bedingungen für Werbung werden strikt sowohl im Dokument wie auch in den Anlagen reglementiert. Verstöße können die Disqualifikation von Sportlern nach sich ziehen.

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