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    Längste Winterrallye der Welt mit Sonderprüfungen in Jekaterinburg

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    JEKATERINBURG, 28. Februar (RIA Novosti). Die längste Winter-Rallye der Welt für Geländewagen, die "Trophy-2006", hat am Dienstag den Teilnehmern bei Sonderprüfungen in Jekaterinburg einiges abverlangt.

    "Die Eis- und Schneetestbahn am Rande der wichtigsten Metropole im Ural bewältigten zwei Moskauer Teams und ein Lokalfavorit als erste", hat die Pressesprecherin des Veranstalters, Natalja Perzowa, der RIA Novosti mitgeteilt. Zuvor war schon bekannt gegeben worden, dass bei dem Härtetest in Jekaterinburg vier von insgesamt 28 Mannschaften ausgeschieden sind. So wie sich die Dinge entwickeln, sei zu erwarten, dass letztendlich nur acht Teams in Wladiwostok über die Ziellinie gehen werden.

    Für die Veranstalter ist die Rallye, die am 23. Februar in Murmansk ihren Anfang genommen hat und am 8. März nach 18 000 bis 20 000 Kilometer in Wladiwostok ihren abschließenden Höhepunkt finden wird, nicht so sehr ein sportlicher Wettkampf als vielmehr ein Extremabenteuer der besonderen Art. Besonders in diesem Jahr verkörpert sie aber auch soziale Anliegen.

    Auf der Strecke ist eine Sonderprüfung unter dem Motto "Kulturnavigation" zu absolvieren. Wer in dieser Nomination ganz vorne landen will, muss unterwegs so viel wie möglich Sehenswürdigkeiten aufspüren, und zwar nicht einfach nur triviale. So machten sich die Piloten in der Umgebung von Jekaterinburg auf die Suche nach der Stelle, an der der amerikanische Flugzeugführer Gary Powers mit seiner Spionagemaschine vom Typ U2 am 1. Mai 1960 abgeschossen worden war. Mehr noch, die Veranstalter hatten bereits vor dem Auftakt der Rallye 500 historisch interessante Stätten im ganzen Land in Augenschein genommen, um Vorgaben zu machen.

    Der Sonderpreis für die drei Erstplatzierten in dieser Nomination sind Dolche, gefertigt aus dem geschätzten Metall aus der Stadt Slatoust im Ural. Darüber hinaus aber obliegt es den Rallyeteilnehmern, den Besten aus den eigenen Reihen für den Preis "Expedition" für Fairness, Selbstlosigkeit und Wagemut zu nominieren. Die Mitglieder dieses Teams werden ebenfalls Dolche aus Slatoust in Empfang nehmen können, auf deren Klingen die Worte "Für Wagemut und Edelsinn" eingraviert sind.

    In das Rennen sind am 23. Februar 28 Mannschaften aus Russland, Lettland, Großbritannien, den USA und China gegangen. Daneben starteten Lokalmatadoren aus Moskau, Perm, Jekaterinburg, Nowosibirsk, Irkutsk, Chabarowsk und Krasnodar.

    Den Sieger erwarten am Ziel eine Geldprämie im Wert von 10 Kilogramm Gold und die obligatorische Goldmedaille.

    Es sei daran erinnert, dass die Trophy-2005 im vergangenen Jahr fünf Weltrekorde aufgestellt hat und damit in das Guinness-Buch der Rekorde eingegangen ist: weltlängste Fahrzeug-Rallye im Winter, temposchnellste Winter-Rallye der Welt, größte Anzahl weiblicher Teilnehmer an einer Winter-Rallye, weltlängste Eisenbahnreise über die Strecke Moskau - Murmansk - Wladiwostok - Moskau und größte Massenveranstaltung auf Eis (des Baikalsees).

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