01:41 19 August 2017
SNA Radio
    Sport

    US-Open startet am Montag in New York

    Sport
    Zum Kurzlink
    0 5 0 0
    MOSKAU, 27. August (RIA Novosti). Das letzte Grand-Slam-Turnier der Saison nimmt am Montag in New York seinen Anfang.

    Die US Open wurden erstmals 1881 in Newport, Rhode Island, ausgetragen. Danach machte der Wanderzirkus 34 Jahre lang hier Station. Nur Mitglieder von Lawntennisvereinen durften allerdings zu dieser Zeit nur melden.

    Die Damen trugen ihre erste nationale Meisterschaft 1887 aus, jedoch nicht in Newport aus, sondern sie trafen sich in Philadelphia. Insgesamt wurden die verschiedenen Disziplinen der US-Landesmeisterschaften - Damen, Herren, Doppel der Damen und Herren sowie Mixed - an neun Orten ausgetragen. Erst seit 1968 fanden alle Wettbewerbe unter einem Dach in New York und später dann ab 1978 in Flushing Meadows statt.

    Die Gesamtpreisgelder belaufen sich in diesem Jahr auf 19,653 Millionen US-Dollar, die, wie bei Grand-Slam-Turnieren üblich, zu gleichen Teilen an die Damen und Herren ausgeschüttet werden. Die Niederlage in der ersten Runde der Qualifikation bringt 3000 US-Dollar ein, während der Sportler, der seinen Koffer nach der ersten Runde der Hauptrunde packen muss, immerhin schon 17 500 US-Dollar mitnehmen kann. Die Sieger, ob im Damen- oder Herreneinzel, verdienen jeweils 1,4 Millionen US-Dollar. Die unterlegenen Finalisten müssen sich unterdessen mit 700 000 US-Dollar bescheiden.

    In der Hauptrunde im Herreneinzel sind acht Tennisspieler aus Russland dabei. Nikolai Dawydenko, Michail Juschny, Marat Safin und Dmitri Tursunow haben wohl die besten Chancen, auch noch die zweite Woche zu erleben. Juschny hat eine denkbar günstigste Auslosung erwischt, sodass er mit Fug und Recht den Einzug ins Viertelfinale erwarten kann. Bis zur dritten Runde dürfte es überhaupt keine Probleme geben, doch dann wird er voraussichtlich auf die Spanier Carlos Moya oder Tommy Robredo treffen. Die beiden Sandspieler haben auf Hartbelag aber nicht viel zu bieten. Nimmt Juschny diese Hürden, wird er im Viertelfinale entweder gegen den Australier Lleyton Hewitt oder den Serben Novak Djokovic auf dem Platz stehen.

    Safin, der 2000 bei den US Open schon Sieger war, dürfte in der dritten Runde den Chilenen Fernando Gonzales serviert bekommen und bei einem Erfolg im Achtelfinale gegen den kroatischen Angstgegner Ivan Ljubicic antreten müssen. Der Spanier Rafael Nadal dürfte der nächste potenzielle Kontrahent sein, vorausgesetzt, er behält gegen Tursunow in der dritten Runde die Oberhand.

    Noch glücklicher hat es Nikolai Dawydenko erwischt, der beim Auftaktspiel auf kaum bekannte Namen wie den US-Amerikaner Jesse Levine und dann auf die erfahrenen Nicolas Kiefer oder Dominik Hrbaty trifft, die aber ihren einstigen Biss inzwischen eingebüßt haben. Im Achtelfinale wird Nikolai vermutlich gegen den gerade erst von einer Verletzung genesenen Briten Andy Murray oder Guillermo Canas spielen, der langsameren Boden vorzieht. Im Viertelfinale erwartet ihn möglicherweise James Blake und im Falle des Erfolgs Roger Federer im Halbfinale. Dass die Nummer eins im Welttennis bis dahin kommt, unterliegt wohl keinem Zweifel.

    Bei den Damen ist die russische Vertretung ungleich größer. Zum Zeitpunkt der Auslosung waren es 16 Russinnen, die in der Hauptrunde vertreten waren. Doch nach der Qualifikation kamen noch Alina Schidkowa und Jekaterina Makarowa hinzu.

    Im Damen-Einzel sind gleich sieben Russinnen gesetzt: Maria Scharapowa (2), Swetlana Kusnezowa (4), Anna Tschakwetadse (6), Nadeschda Petrowa (7), Jelena Dementjewa (14), Dinara Safina (15) und Vera Swonarjowa (27).

    Die Vorjahressiegerin Maria Scharapowa trifft schon im dritten Runde mit der Polin Agnieszka Radwanska auf die erste ernsthafte Gegnerin. Agnieszka ist durchaus in der Lage, die Nerven der Favoritin zumindest zu strapazieren, wenn nicht mehr. Im Achtelfinale wird es die Tschechin Nicole Vaidisova und im Viertelfinale Anna Tschakwetadse sein. Das Halbfinale dürfte unterdessen ausschließlich mit russischen Sportlerinnen besetzt sein: Maria Scharapowa oder Anna Tschakwetadse gegen Nadeschda Petrowa oder Swetlana Kusnezowa.

    Die Vorjahresfinalistin Justine Henin aus Belgien dürfte ihrerseits ohne große Probleme über die ersten zwei bis drei Spiele hinwegkommen. Doch dann ist ein Aufeinandertreffen mit Dinara Safina oder mit der Französin Tatiana Golovin denkbar. Danach zeichnet sich ein Viertelfinale der großen Namen ab - Justine Henin gegen Serena Williams, durchaus eine Partie, die des Finales wert gewesen wäre.

    Bei den US Open haben die russischen Tennisspieler eigentlich immer gut ausgesehen. Vor 7 Jahren ist der erst 20jährige Marat Safin wie eine Bombe eingeschlagen. Im Finale hatte er den Liebling der Gastgeber, Pete Sampras, geschlagen und den Pokal mit nach Hause genommen. Nur ein Jahr später standen gleich zwei Russen im Halbfinale, doch ins Finale hat es keiner geschafft. Safin zog gegen Sampras den Kürzeren, während Jewgeni Kapelnikow dem späteren Turniersieger Lleyton Hewitt den Vortritt lassen musste.

    Nicht anders sah es vor einem Jahr aus, als Nikolai Dawydenko kurz vor dem Finale noch von Roger Federer abgefangen worden ist und Michail Juschny gegen Andy Roddick verloren hat.

    Auch die russischen Frauen haben Grund zum Stolzsein. 2004 gab es ein rein russisches Finale, bei dem Swetlana Kusnezowa ihre Gegnerin Jelena Dementjewa bezwungen hat. Ein Jahr später erreichten Dementjewa und Scharapowa zwar das Halbfinale, doch wurden sie von Mary Pierce aus Frankreich und Kim Clijsters aus Belgien) geschlagen. 2006 triumphierte dann endlich Scharapowa: Im Finale schickte sie Justine Henin geschlagen nach Hause, nachdem sie zuvor schon in Wimbledon die Silberne Salatschüssel geholt hatte.

    Das Turnier wird nach den heutigen Auftaktspielen bis zum Finale der Frauen am 8. September und der Männer am 9. September dauern.