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    Medwedew droht Sportbeamten mit Staatsanwaltschaft (Überblick)

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    Einen Monat nach dem Fiasko in Vancouver hat Russlands Präsident Dmitri Medwedew den Sportbeamten des Landes eine dicke Zigarre verpasst und mit rechtlichen Konsequenzen gedroht.

    SOTSCHI, 26. März (RIA Novosti). Einen Monat nach dem Fiasko in Vancouver hat Russlands Präsident Dmitri Medwedew den Sportbeamten des Landes eine dicke Zigarre verpasst und mit rechtlichen Konsequenzen gedroht.

    „In vielen Olympia-Wintersportarten fehlen uns nach wie vor Trainingsanlagen, die den Weltstandards entsprechen. Die Sportler müssen deswegen im Ausland trainieren“, so Medwedew am Freitag in der russischen Schwarzmeer-Stadt Sotschi, der Hauptstadt der Winterspiele 2014.

    Das sei zum Teil auf die mangelhafte Versorgung der Sportbranche zurückzuführen. Es gehe allerdings nicht unbedingt um Geldmangel: „Wollen wir doch aufrichtig sein: Manchmal ist die Finanzierung sogar höher als in anderen Ländern. Es mangelt nicht an Geld, sondern es wird eher uneffizient ausgegeben“.

    Der russische Rechnungshof überprüfe zurzeit, wie das Geld für die Vorbereitung der Winterspiele in Vancouver ausgegeben worden sei. Je nach dem Inhalt des Berichts werde dann entschieden, ob er nur zur Kenntnis genommen oder „an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet“ werde.

    Medwedew übte scharfe Kritik an nationalen Sportverbänden. Bei einigen davon müsse die „Zweckmäßigkeit ihres Weiterbestehens“ geprüft werden. Sieben Verbandschefs hätten mittlerweile „Mut gefasst“ und diese Posten aufgegeben, auch Leonid Tjagatschow, Chef des Nationalen Olympischen Komitees (NOK), sei zurückgetreten.

    Medwedew warnte vor jeglicher Konkurrenz zwischen dem Sportministerium, dem NOK und den zuständigen Verbänden: „Wenn ich erfahre, dass Behördenchefs erneut einander bekriegen wollen, werden wir die Karten neu mischen müssen“.

    Bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver war Russland auf Platz Elf im Medaillenspiegel gelandet. Die nächsten Spiele finden 2014 in Sotschi statt. Am Freitag trafen dort die olympischen und paralympischen Flaggen ein.

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