11:59 17 August 2017
SNA Radio
    Sport

    Vier Medaillen am ersten Wettkampftag für deutsches Universiade-Team in Kasan

    Sport
    Zum Kurzlink
    Sommer-Universiade 2013 in Kasan (11)
    0 601

    Bereits am ersten Wettkampftag der 27. Sommer-Universiade in Kasan erkämpften die deutschen Sportler zwei Gold- und eine Silbermedaille im Rudern und Bronze im Geräteturnen. Gold ging an die Männer im Vierer ohne Steuermann sowohl im Leicht- als auch im Schwergewicht. Silber holte der leichte Doppelzweier der Frauen. Die Bronzemedaille ging an das Gerätturn-Team der Frauen im Mehrkampf.

    Bereits am ersten Wettkampftag der 27. Sommer-Universiade in Kasan erkämpften die deutschen Sportler zwei Gold- und eine Silbermedaille im Rudern und Bronze im Geräteturnen.  Gold ging an die Männer im Vierer ohne Steuermann sowohl im Leicht- als auch im Schwergewicht. Silber holte der leichte Doppelzweier der Frauen. Die Bronzemedaille ging an das Gerätturn-Team der Frauen im Mehrkampf.

    Der Pressedienst des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes (ADH) berichtet dazu direkt aus Kasan:

    Drei Medaillen für deutsche Ruderer 

    Die erste deutsche Goldmedaille gewannen Jann-Edzard Junkmann (Uni Hannover), Milan Dzambasevic (FH Erding), Kay Rückbrodt (Uni Hamburg) und Alexander-Nicholas Egler (Uni Hannover). Im schweren Männer Vierer ohne Steuermann kontrollierte das deutsche Quartett während des gesamten Rennens die Konkurrenz und fuhr einen deutlichen Sieg ein. „Wir wollten den anderen Nationen von vorne weg unser Rennen aufzwingen. Mit unser physischen Stärke sind wir dann ein gutes Tempo gegangen“, sagte Kay Rückbrodt nach dem Rennen. Disziplinchef Jens Hundertmark lobte die Leistung seiner Schützlinge. „Die Jungs haben von Anfang an gezeigt, dass sie hier gewinnen wollen. Das war sehr souverän“, sagte Hundertmark. 

    Ebenso souverän zeigte sich der leichte Männer Vierer ohne Steuermann. Tobias Franzmann (Uni Hamburg), Stefan Wallat (Uni Duisburg-Essen), Daniel Wisgott (Uni Bochum) und Lasse Antczak (FH Würzburg-Schweinfurt) distanzierten ihre Gegner schon am Start. Nach 250 Metern lag das Boot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) mit einer Länge voraus. „Wir sind am Start immer sehr schnell. Bei 1000 Meter sind wir einen Sprint gefahren. Der hat das Rennen entschieden“, sagte Stefan Wallat. Sein Disziplinchef Jens Hundertmark unterstrich die gute Leistung der Mannschaft. „Die Jungs sind auf den Punkt topfit. Vor allem die Technik der Vier ist beeindruckend“, sagte Hundertmark. 

    Die dritte Rudermedaille des Tages erkämpften sich Kathrin Isabell Thoma (Uni Frankfurt/Main) und Nora Wessel (Uni Hannover). Im leichten Doppelzweier der Damen gewannen die Deutschen die Silbermedaille. „Ich bin froh, dass es mit einer Medaille geklappt hat“, sagte Kathrin Isabell Thoma. Dabei kämpften sich die beiden Studentinnen innerhalb der letzten 1000 Meter vom fünften auf den zweiten Platz und trotzten widrigen Wetterbedingungen. „Die beiden hatten es auf Grund des Gewitters nicht leicht. Doch sie haben die Aufgabe mit ihrer Technik und Physis wunderbar gelöst“, analysierte Hundertmark. 

    Gerätturnerinnen gewinnen Bronze 

    Die vierte Medaille am ersten Wettkampftag gewannen Kim Bui (Uni Stuttgart), Lisa Katharina Hill (HdM Stuttgart), Pia Tolle und Annabell Hölzer (beide Private Fern-HS Darmstadt). Im Team-Mehrkampf rangierten die Deutschen schon nach dem zweiten Gerät auf dem dritten Platz. Diesen gaben die Turnierinnen bis zum Ende des Mehrkampfes nicht mehr her und sicherten sich mit 162,050 Gesamtpunkten die Bronzemedaille. Der Titel ging mit 175,500 Punkten an die favorisierten Russinnen vor dem Team aus Japan. Mit der Leistung im Teamwettbewerb qualifizierten sich Kim Bui und Katharina Lisa Hill für den Mehrkampf im Einzel. Auch einige Qualifikationen an den Einzelgeräten sicherten sich die deutschen Turnerinnen. 

    Judoka, Fechter und Badminton-Team mit Finalplatzierungen 

    Knapp an einer Medaille vorbei schrammte Judoka Maike Ziech (Uni zu Köln). Die 19-Jährige verlor ihren Kampf um den dritten Platz in der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm nach einem Haltegriff gegen die Kämpferin aus Japan. Zuvor hatte sich die Judoka aus NRW in der Trostrunde gegen eine Gegnerin aus Litauen und Polen durchgesetzt. „Das war heute mein erstes Frauen-Turnier. Es war toll zu sehen, dass ich von den Top-Athletinnen nicht so weit weg bin“, sagte Ziech. 

    Ein guter Start in die Wettkämpfe gelang auch dem deutschen Fechtteam. Im Säbel-Wettbewerb qualifizierte sich Maximilian Kindler (HS Ansbach) für das Viertelfinale. Der 20-Jährige verlor dies, auch auf Grund einiger strittiger Kampfrichterentscheidungen mit 7:15. Dennoch war sein Trainer Joachim Rieg mit der Leistung Kindlers zufrieden. „Maximilian hat heute einen tollen Wettkampf gezeigt. Mit seinem Selbstbewusstsein hat er die Gefechte kontrolliert“, sagte Rieg. Für den mehrfachen Juniorenwelt- und Europameister Kindler war es der erste Wettbewerb bei einer Multisportveranstaltung. 

    Die deutsche Badminton-Mannschaft musste sich am letzten Tag des Teamwettbewerbs gleich zwei Mal geschlagen geben. In der Trostrunde verlor das Team um Kapitän Hannes Käsbauer (Uni des Saarlandes) mit 0:3 gegen Japan und 2:3 gegen Polen. Damit blieb für die deutsche Auswahl in der Gesamtwertung der achte Platz. „Natürlich hätten wir das letzte Spiel gegen Polen gerne gewonnen, aber mit dem Einzug in das Viertelfinale haben wir unser Ziel erreicht. Dies motiviert uns für die Einzelwettbewerbe“, sagte Käsbauer. 

    Einen guten Wettkampf zeigte zudem Philipp Becker (DSHS Köln). Im Wettbewerb vom 3 m Brett belegte der Kölner mit 377,45 Punkten den zehnten Platz. Gold sicherte sich der russische Olympiazweite aus London Evgeny Kuznetsov. 

    Dämpfer für die Basketballer 

    Einen Dämpfer erlebte das deutsche Basketball-Team. Gegen Estland verloren die Adlerträger in der Verlängerung mit 59:65. „Wir waren haben heute vor allem in den ersten drei Vierteln eine schlechte Leistung gezeigt. Besonders die Wurfmöglichkeiten von außen haben wir vergeben“, sagte Trainer Olaf Stolz. Dabei kämpfte sich sein Team beim Stand von 30:42 nach dem dritten Viertel wieder zurück in die Partie. „Nach dem Ausgleich dachten wir, dass wir das Spiel doch noch gewinnen könnten“, sagte Stolz. Doch die Deutschen schafften es nicht, den Schwung aus dem letzten Viertel mit in die Verlängerung zu nehmen. Mit zehn Punkten in Folge entschieden die Esten das Spiel.

    Themen:
    Sommer-Universiade 2013 in Kasan (11)
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren