13:11 03 April 2020
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    Olympia Arena für Schwulenrechte? IOC-Mitglied kritisiert USA für „politischen Terror“

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    Sotschi – Olympiastadt 2014 (324)
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    Der ehemalige Präsident des italienischen olympischen Komitees, IOC-Mitglied Mario Pescante, hat wenige Wochen vor der Eröffnung der Winterspiele in Sotschi vor allem den USA vorgeworfen, Olympia für die Durchsetzung der Rechte von Homosexuellen zu instrumentalisieren. Dieser „politische Terror“ ist in seinen Augen die größte Sicherheitsgefahr im Zusammenhang mit den Spielen.

    Der ehemalige Präsident des italienischen olympischen Komitees, IOC-Mitglied Mario Pescante, hat wenige Wochen vor der Eröffnung der Winterspiele in Sotschi vor allem den USA vorgeworfen, Olympia für die Durchsetzung der Rechte von Homosexuellen zu instrumentalisieren. Dieser „politische Terror“ ist in seinen Augen die größte Sicherheitsgefahr im Zusammenhang mit den Spielen. 

    Politiker dürfen die Olympischen Spiele nicht für ihre Zwecke ausnützen, sagte Pescante bei einem Treffen des italienischen Olympischen Komitees in Mailand. Daher sei es „absurd“, wenn die USA eine Delegation aus „vier Lesben“ nach Sotschi schicken würden, nur um zu demonstrieren, dass in Russland angeblich die Rechte der Homosexuellen mit Füßen getreten werden, zitiert AP die Worte des 75-jährigen Italieners. 

    Die strengen Sicherheitsvorkehrungen bei den Winterspielen kommentierte er laut italienischen Medien mit den Worten, eine andere Art von Terrorismus, nämlich der besagte „politische Terror“, beunruhige ihn mehr, weswegen er dieses Thema im Internationalen Olympischen Komitee zur Sprache bringen wolle. 

    Die Äußerungen Pescantes sorgten sofort für scharfe Kritik von Menschenrechtsaktivisten, denen italienische Politiker beistimmten. Wie der demokratische Senator Sergio Lo Giudice bekanntgab, wurde eine dringliche parlamentarische Anfrage bezüglich der Aussagen des IOC-Mitglieds an das italienische Innenministerium sowie an das Sportministerium gerichtet. 

    Anfang August 2013 hatte Russland dem IOC schriftlich versichert, dass die Teilnehmer und Besucher der Winterspiele in Sotschi keine Diskriminierungen – weder wegen ihrer „sexuellen Orientierung“, noch wegen irgendwelcher anderen Merkmale – zu befürchten haben. Erst am 16. Januar bestätigte der russische Präsident Wladimir Putin diesen Umstand ein weiteres Mal. 

    Die Annahme des „Propaganda-Verbots“ im Juni 2013 hatte für internationale Proteste gesorgt. Aus Sicht der russischen Behörden dient das Gesetz dazu, die Bemühungen des Landes um „traditionelle Werte”hochzuhalten und Kinder vor „homosexueller Propaganda“ abzuschirmen – die Diskriminierung der lesbisch-schwulen Community sei nicht das Ziel der Maßnahme.

    Weder US-Präsident Barack Obama noch seine Gattin Michelle werden zu den Winterspielen in Februar nach Sotschi reisen. Die US-Delegation bei der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Sotschi leitet Ex-Innenministerin Janet Napolitano. Wen Pescante neben der Tennis-Legende Billie Jean King und der Olympia-Silber- und Bronzegewinnerin im Eishockey, Caitlin Cahow, (beide Mitglieder der amerikanischen Olympia-Regierungsdelegation leben offen homosexuell) mit den „vier Lesben“ gemeint haben könnte, ist unbekannt.

     

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