01:59 21 September 2018
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    Ist der Fifa-Skandal Folge eines abgelehnten Antrags von US-Senatoren?

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    FIFA-Korruptionsskandal (48)
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    Der Skandal um den Fußball-Weltverband kann auf die ablehnende Reaktion der Fifa auf einen Brief von US-Senatoren zurückgeführt werden, in dem die Fußball-Funktionäre aufgefordert wurden, Russland das Recht auf die Austragung der WM-2018 zu entziehen – diese Meinung vertritt Kyrill Kabanow, Chef des Russischen Antikorruptionskomitees.

    13 US-Senatoren aus der Republikanischen und der Demokratischen Partei hatten im Frühjahr einen Brief an die Fifa mit dem Aufruf geschickt, Russland das Austragungsrecht zu entziehen. Begründet wurde dies damit, dass ein solches Turnier „das Ansehen“ der russischen Regierung „steigern“ könnte. Die Fifa lehnte den Vorschlag mit der Begründung ab, dass der Fußball nicht als Mittel für die Lösung weltpolitischer Fragen ausgenutzt werden soll. Ein Boykott von Wettkämpfen wie auch Isolierungs- und Konfrontationspolitik seien nicht die effektivsten Wege zur Lösung von Problemen, hieß es.

    Umfrage

    Was liegt dem Skandal um die FIFA zu Grunde?
    • gegen Korruption im Sport wird verstärkt angekämpft
      5.6% (242)
    • die Öffentlichkeit soll von anderen Problemen abgelenkt werden
      67.7% (2898)
    • eine Wiederwahl von Sepp Blatter soll verhindert werden
      26.7% (1146)
    abgestimmt: 4286

    „Ich denke nicht, dass in Organisationen dieser Art eine Massenkorruption herrschen kann“, sagte Kabanow in einem Gespräch mit RIA Novosti. „Ich verstehe zum Beispiel nicht, warum der Skandal mit einer Verspätung von so vielen Jahren ausgebrochen ist. Es ist ja äußerst kompliziert, etwas nach so vielen Jahren zu beweisen.“

    Faktisch seien die Ermittlungen „nach der negativen Reaktion der Fifa auf die politisch motivierten Vorschläge von US-Senatoren aufgenommen worden“, so Kabanow. „Man kann insofern annehmen, dass diese Schritte politisch motiviert sind.“

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    FIFA, Kyrill Kabanow, USA