14:14 11 Dezember 2017
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    Kreml: Keine Beweise für Dopingvorwürfe gegen russische Leichtathleten

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    Der angebliche Dopingmissbrauch in der russischen Leichtathletik kann vorläufig nicht nachgewiesen werden, alle Vorwürfe sind unbegründet. Das sagte Dmitri Peskow, Sprecher des russischen Präsidenten, am Dienstag.

    Der Kreml gebe keine weiteren Kommentare zu dem Dopingvorwurf ab, so Peskow. Sportminister Mutko habe bereits dazu Stellung genommen.

    Am Vortag hatte die Kommission der Welt-Antidopingagentur WADA auf einer Pressekonferenz in Genf Russland zahlreiche Verstöße gegen Anti-Doping-Regeln vorgeworfen und dem Leichtathletikverband IAAF ein Startverbot für alle russischen Leichtathleten empfohlen. 

    Sollte der IAAF der Empfehlung folgen, müssten die russischen Leichtathleten unter anderem auch den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro fernbleiben. 

    Grund für den Skandal sind nach WADA-Darstellung Manipulationen der russischen Anti-Doping-Agentur (Rusada) mit Proben von Sportlern, die unter der Aufsicht des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB erfolgten. 

    Rund 1.000 Proben seien auf Anordnung von Sportminister Mutko vernichtet worden, erklärte die Kommission in ihrem Bericht. Mutko weist jegliche Anschuldigungen zurück. Die WADA-Kommission empfahl ferner, der Rusada die Lizenz zu entziehen. 

    Doping-Skandale seien in der ganzen Welt zu beobachten, so Mutko. „Deshalb verbinde ich einen solchen scharfen Angriff an die Adresse Russlands damit, dass die Beziehungen rund um unser Land insgesamt und darum auch im Sport aufgeheizt werden", fügte er hinzu.

     

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    Tags:
    Leichtathletik, Doping, WADA, IAAF, Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB), Vitali Mutko, Dmitri Peskow, Russland
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