16:16 18 Januar 2020
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    Doping-Skandal (158)
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    Russland ist bereit, alle Fakten rund um den Doping-Skandal zu überprüfen und den Empfehlungen der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA zu folgen, wie der russische Sportminister Vitali Mutko gegenüber der Agentur „R-Sport“ mitteilte.

    „Die erste Reaktion der WADA war, die Situation überdenken zu wollen, insbesondere die des Labors (Dopingkontrolllabor in Moskau – d. Red.). Wir bescheinigen es bereits zum dritten Mal, aber wir sind absolut offen und bereit, nach den Konsultationen mit WADA einen ausländischen Spezialisten an die Spitze des Labors zu stellen, wenn das notwendig sein wird“, sagte Mutko.

    Am Montag hatte die WADA-Kommission in ihrem Bericht dem Leichtathletikverband IAAF ein Startverbot für alle russischen Leichtathleten empfohlen. Sollte die IAAF der Empfehlung folgen, müssten die russischen Leichtathleten unter anderem den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro fernbleiben.

    Grund für den Skandal sind nach WADA-Darstellung Manipulationen der russischen Anti-Doping-Agentur (Rusada) mit Proben von Sportlern. Rund 1000 Proben seien auf Anordnung von Sportminister Mutko vernichtet worden, erklärte die Kommission in ihrem Bericht. Mutko weist jegliche Anschuldigungen zurück. Die WADA-Kommission empfahl ferner, der Rusada die Lizenz zu entziehen.

    Später stellte WADA die Arbeit des Dopingkontrolllabors in Moskau zeitweilig ein, woraufhin dessen Chef Rodtschenkow ein Entlassungsgesuch einreichte, das vom Sportminister Mutko gebilligt wurde.

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    Doping, Vitali Mutko, Russland