12:40 08 Dezember 2019
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    Meldonium-Entwickler zu Doping-Skandal: Athleten haben Recht auf gesundes Herz

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    Der lettische Biochemiker Ivars Kalvins, Entwickler des populären Herzmittels „Meldonium“, hat das Verbot des Mittels im Profi-Sport als Verstoß gegen die Menschenrechte kritisiert. Meldonium, das jüngst im Blut des russischen Tennisstars Maria Scharapowa und anderer Sportler gefunden wurde, nehmen weltweit Millionen Menschen ein.

    „Dieses Medikament ist schon seit langem auf dem Markt. Jährlich werden rund zwei Millionen Packungen davon verkauft. Das ist kein Dopingmittel, es schützt das Herz vor Überlastung“, sagte Kalvins gegenüber RIA Nowosti.  Meldonium wurde 1975 in Riga synthesiert. In osteuropäischen Ländern wird das Medikament unter dem Markennamen Mildronat bei Herzpatienten verwendet.  

    „Ich denke, dass das Nutzungsverbot für Sportler ein Verstoß gegen die Menschenrechte ist. Sie haben doch ein Recht darauf, gesund zu sein“, sagte Kalvins weiter.  

    Am Montag Maria Scharapowa und die Eiskunstläuferin Jekaterina Bobrowa wegen der Einnahme des seit Jahresbeginn auf der Doping-Verbotsliste stehenden Mittels für die kommenden Wettkämpfe gesperrt. Am Dienstag wurde bekannt, dass auch Eisschnelllaufweltmeister Pawel Kulischnikow und Shorttrack-Olympiasieger Semjon Elistratow sowie der fünffache Eisschnelllauf-Weltmeister Pawel Kulischnikow sowie Russlands Volleyball-Nationalspieler Alexander Markin positiv auf Meldonium getestet wurden. 

     

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    Tags:
    Mildronat, Meldonium, Alexander Markin, Pawel Kulischnikow, Semjon Elistratow, Jekaterina Bobrowa, Ivars Kalvins, Maria Scharapowa, Lettland, Russland