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09:47 22 September 2019
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    Mildronat (Meldonium)

    Nach Doping-Skandal: Mildronat-Produzent wirft WADA Korruption vor

    © REUTERS / Ints Kalnins
    Sport
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    Der Produzent des Präparats Mildronat, dem die Substanz Meldonium zugrunde liegt, ist sicher, dass der Stoff von der Liste der für Sportler verbotenen Präparate gestrichen wird. „Ich denke, dass es uns gelingt, das durchzusetzen“, erklärte der Chef der Herstellerfirma Grindeks, Kirovs Lipmans, am Donnerstag in einem RIA-Novosti-Gespräch in Riga.

    „Gott sei Dank, dass der Meldonium-Erfinder, Akademiemitglied Ivars Kalvins, noch lebt und erklärt, das sei kein Dopingmittel. Das Doping ist eine Droge, ohne die der (abhängige) Mensch nicht leben kann. Ich bin der Ansicht, dass das Verbot von Meldonium einen Korruptionshintergrund hat.“

    „Die internationale Anti-Doping-Agentur WADA untersteht niemandem. Sie wird von niemandem kontrolliert, sie machen, was sie wollen.“ Der Weltfußballverband FIFA führe wenigstens Kontrollen durch. Nicht von ungefähr wolle die National Hockey League (NHL) mit ihnen (WADA) nichts zu tun haben. „Ich denke, dass wir die Gerechtigkeit werden walten lassen“, sagte Lipmans, der zugleich die Eishockey-Föderation Lettlands leitet.

    Meldonium steht seit dem1. Januar dieses Jahres auf der WADA-Verbotsliste. Das Präparat darf weder während der Kämpfe noch in den Pausen dazwischen eingenommen werden. 2016 wurden positive Resultate in Meldonium-Proben bei mehreren russischen Sportlern nachgewiesen, darunter Maria Scharapowa (Tennis), Jekaterina Bobrowa (Eiskunstlauf), Pawel Kulischnikow (Eisschnelllauf) und Semjon Jelistratow (Shorttrack).

     

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    Tags:
    Korruptionsvorwurf, Meldonium, WADA, Kirovs Lipmans, Ivars Kalvins, Lettland