19:16 07 Juli 2020
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    Der mögliche Ausschluss des Präparats Meldonium aus der Verbotsliste der Welt-Antidoping-Agentur (WADA) befreit die der Einnahme dieses Dopings überführten russischen Sportler nicht von einer Bestrafung, wie der Jurist Juri Saizew gegenüber der Agentur „R-Sport“ erklärte.

    Am Freitag gab die Verwaltungschefin der Organisation für Sportmedizin der Föderalen medizinisch-biologischen Agentur (FMBA),  Julia Miroschnikowa, zu verstehen, dass es sich die FMBA zur Aufgabe mache, zu klären, wie das Präparat Meldonium aus der Verbotsliste zu streichen und wie es überhaupt auf diese Liste geraten sei. 

    „Selbst wenn man sich vorstellt, dass man jetzt gegen die Aufnahme des Meldoniums in die Verbotsliste Beschwerde einlegen kann, wenn jemand  Berufung einlegen würde, selbst wenn der CAS (Internationaler Sportgerichtshof) dem zustimmen sollte, dass die WADA einen Fehler begangen habe, wird sich nichts ändern“, so der Jurist.

    „Zu dem Zeitpunkt, als bei unseren Sportlern Meldonium nachgewiesen wurde, stand es auf der Verbotsliste, also handelt es sich um einen Verstoß gegen die Anti-Doping-Regeln“, sagte Juri Saizew. Es sei selbst zu Anfang, als die WADA das Präparat Meldonium auf die Verbotsliste gesetzt hatte, recht problematisch gewesen, dagegen Beschwerde einzulegen, jetzt aber sei es unmöglich.

    „Im Kodex der WADA wird erwähnt, dass gegen die von ihr getroffenen Entscheidungen beim CAS geklagt werden könne, aber ich kann das nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen. Es gibt da einen Punkt, der besagt, dass die Entscheidung der WADA über die Aufnahme eines Präparats in die Verbotsliste kein Erörterungsgegenstand für Sportler und andere Personen sein könne. Deshalb ist es eine schwierige Frage“, so Saizew.  

    „Auf jeden Fall sieht der Kodex des CAS eine Berufungsfrist von 21 Tagen seit dem Augenblick der getroffenen Entscheidung vor. Deshalb kann die Aufnahme des Präparats Meldonium in die Verbotsliste zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht angefochten werden“, betonte der Jurist.

     

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    Tags:
    Meldonium, Welt-Antidoping-Agentur (WADA), Internationaler Sportgerichtshof CAS, Russland