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    Meldonium-Doping: WADA macht russischen Spitzensportlern Hoffnung auf Amnestie

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    Die internationale Anti-Doping-Agentur WADA hat nach Ansicht des russischen Sportministeriums Unvoreingenommenheit und Objektivität an den Tag gelegt, als sie eine Studie einleitete, die die Besonderheiten der Meldonium-Ausscheidung aus dem Sportler-Organismus untersuchen wird.

    Am Mittwoch erklärte die WADA, dass nun ein Meldoniumgehalt von bis zu einem Mikrogramm in den Proben, die bis zum 1. März 2016 abgenommen worden waren, zulässig ist.

    Wenn die Probe vor dem 1. März genommen wurde und der festgestellte Gehalt zwischen 1 und 15 Mikrogramm liegt oder die Probe nach dem 1. März genommen ist und die Meldonium-Konzentration niedriger als 1 Mikrogramm ist, darf der Verband selbst über die Disqualifikation entscheiden.

    Eine mögliche Amnestie für betroffene russische Sportler haben schon Vertreter mehrerer Verbände in Aussicht gestellt: Den Tennisstar Maria Scharapowa, die Brustschwimm-Weltmeisterin und Olympia-Preisträgerin Julia Jefimowa, den Shorttrack-Weltmeister und Olympiasieger Semjon Jelistratow, die Europameisterin im Eiskunstlaufen Jekaterina Bobrowa, den Volleyballr Alexander Markin, den Läufer Andrej Minzulin sowie die Shorttrack-Europameisterin Ekaterina Konstantinowa  könnte eine Amnestie betreffen.

    Positive Meldonium-Proben waren bei insgesamt 40 russischen Spitzensportlern genommen worden. Allerdings ist der genaue Gehalt noch nicht in allen Fällen bekannt.

    Die Verhandlungen über eine Amnestie der russischen Sportler, die bei den Meldonium-Dopingtests aufgefallen waren, könnten in den nächsten zwei Wochen stattfinden, wie der russische Sportminister Witalij Mutko gegenüber der Agentur R-Sport sagte.

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    Meldonium, Welt-Antidoping-Agentur (WADA), Alexander Markin, Semjon Elistratow, Jekaterina Bobrowa, Maria Scharapowa, Russland